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Blick auf die Halbjahreszahlen Schweizer Unternehmen sind gut aufgestellt

Legende: Audio Schweizer Unternehmen im ersten Halbjahr abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
01:55 min, aus HeuteMorgen vom 18.08.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund die Hälfte der börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz hat mittlerweile ihre Halbjahres-Zahlen offengelegt.
  • Die meisten profitierten davon, dass sich die Konjunktur verbessert und sich der Franken gegenüber dem Euro abgeschwächt hat.
  • Doch die Währungssituation hat sich bereits wieder geändert.
  • Insgesamt sind die Schweizer Firmen jedoch gut aufgestellt. Sie haben die Krise genutzt, um effizienter zu werden.

Wenn Firmenchefs von Schweizer Firmen Anfang des Jahres über das Geschäft sprachen, war Erleichterung hörbar. Mit einem Euro-Wechselkurs von zeitweise gar 1.20 Franken, statt wie lange zuvor bei 1.10 Franken, waren Schweizer Produkte im Euro-Raum wieder erschwinglich. Als Folge davon stiegen auch die Umsätze.

Trübere Währungs-Aussichten

Doch inzwischen hat sich die Währungssituation für die vielen exportorientierten Firmen wieder verschlechtert. Der Wechselkurs liegt wieder bei 1.13 Franken.

Für die jüngste Abschwächung des Euros sei der Wertverlust der türkischen Lira verantwortlich, erklärt Tim Sprissler, Währungsstratege bei der Credit Suisse. Es bestehe die Angst, dass gewisse europäische Banken unter Druck geraten könnten, weil sie im Türkei-Geschäft stark sind. Das habe den Euro unter Druck gesetzt.

Italien als Unsicherheitsfaktor

Zuvor habe bereits die schwierige Regierungsbildung in Italien den Euro geschwächt. Und Italien bleibe ein Unsicherheitsfaktor für die nahe Zukunft, sagt der Währungsexperte.

Die Haushaltsdebatte steht noch bevor. Eine Steuersenkung, die die neue italienische Regierung vorsieht, könnte das Defizit ausweiten und dies könnte zu Konfliktpotential zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission führen, was sich wiederum auf den Euro auswirken könnte. Tim Sprissler glaubt darum nicht, dass der Euro-Wechselkurs bald wieder bei 1.20 Franken ist.

Schweizer Firmen grundsätzlich gut aufgestellt

Schweizer Firmenchefs müssen sich auch in den nächsten Monaten auf eine angespannte Währungssituation einstellen. Für einige Unternehmen stellt das ein Problem dar.

Der Schweizer Wirtschaft als Ganzes, geht es jedoch grundsätzlich gut. Schweizer Unternehmen haben die Krise genutzt, um effizienter zu werden und stehen im internationalen Vergleich auf stabilen Beinen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Wenn der Gewinn mal sinkt statt immer weiter steigt, wird das Unternehmer"risiko" sofort mit Stundenlohnsenkungen auf die Arbeiter abgescheufelt, statt die Dividenden ausgesetzt. Aber kaum gehts wieder besser, explodieren zuerst wieder die Dividenden und die Aktienkurse im zweistelligen Prozentbereich, bevor den Arbeitern wieder auch nur ein Prozentli fuer Alle gegoennt wird....
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  • Kommentar von Alfred Reist (Fredi)
    Und drum senken wir dann noch die Unternehmenssteuer, dann gehts gleich nochmals besser !!!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Die Gier nach immer mehr Umsatz und Einnahmen der Firmen im heutigen System der Schweiz ist immer mehr unter Druck. Mehr Facharbeiter und Zuwanderung ist nicht das gelbe vom Ei. Die ganze Globalisierung hat auch Nachteile für Firmen und Konzerne das grosse Geld, andere werden hängen gelassen. Entschleunigung wäre angesagt. Die Währungssituation verändert sich andauernd, sei es der Wechselkurs oder das Wirtschaftssytem in der Welt. Immer so weiter machen auf Teufel komm raus? Immer mehr Druck?
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      Einen Schritt in diese Ruchtung machen die beiden Ernährungsinitiativen vom 23. September.Ich befürchte allerdings, dass die Wirtschaft jetz dann mit einer regelrechten Angstkampagne startet.
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