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Legende: Video Börsen-Bilanz 2018: Ein Jahr zum vergessen abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.12.2018.
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Börsenjahr 2018 Der tiefe Fall der Börsen

Für Anleger war 2018 ein Jahr zum Vergessen. Zu den ohnehin schon tiefen Zinsen gesellten sich dann noch fallende Aktienkurse.

Wie gewonnen, so zerronnen. Das Sprichwort passt, jedenfalls beim Vergleich der beiden vergangenen Börsenjahre. War 2017 noch ein Jahr mit satten Gewinnen, ging es gegen Ende dieses Jahres nur noch abwärts.

Der Schweizer Leitindex, der Swiss Market Index (SMI) verlor aufs ganze Jahr gesehen 11,1 Prozent, und ist damit nicht alleine: Viele der grossen Leitindizes liegen deutlich im Minus.

Börsenkurve des Swiss Market Index. Er verliert übers 2018 gesehen gut 11 Prozent.
Legende: Der Swiss Market Index (SMI) der zwanzig grössten Unternehmen der Schweiz liegt übers 2018 gesehen deutlich im Minus. SIX

Eine Welt voller Unsicherheiten

Die Gründe für die negative Entwicklung sind die mannigfaltigen Baustellen dieser Welt: Zum einen der Handelskrieg zwischen China und den USA. Zum anderen die Unsicherheiten beim Brexit. Hinzu kommt das schwache Wirtschaftswachstum, das 2019 mit grosser Wahrscheinlichkeit abflachen wird. All dies sind Faktoren, die für Unsicherheit sorgen. Und darauf reagieren Investoren und Börsenhändler meist mit Verkäufen. Denn jeder will verkaufen, bevor die Kurse sinken.

Auf und ab

Aber auch starke Schwankungen gehörten zum Börsenjahr 2018. Die Kurse brachen teilweise richtiggehend ein, um am nächsten Tag wieder zünftig zuzulegen. Dieses Muster zeigte sich nicht nur tageweise, auch übers ganze Jahr gesehen schwankten die Börsenkurse stark.

Legende: Video Silvio Böhler, Technologie-Chef von True Wealth, rät zu Geduld. abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 31.12.2018.

Auch für Kleinanleger eine schwierige Situation. Silvio Böhler, Technologiechef des Schweizer Online-Vermögensverwalters True Wealth rät zur Geduld: «Vor Weihnachten brachen die Kurse stark ein, um nach Weihnachten wieder zuzulegen. Das zeigt: Man muss seiner Anlagestrategie vertrauen und solche Schwankungen aushalten.»

Anfang Jahr gaben die Kurse stark nach, um dann Anfang Sommer wieder zum Aufstieg anzusetzen. Gestützt vor allem durch ein solides Wachstum der Weltwirtschaft. Dieses drängte das Gezänk um den Handelsstreit zwischen China und den USA allerdings zwischenzeitlich zurück.

Der Sturz zum Jahresende

Doch dann kam der Absturz im Herbst. Zu Beginn, im Oktober und November, ging es zwar noch auf und ab. Im Dezember jedoch war die Richtung klar, die Kurse gingen auf Talfahrt. Es wird ein schwarzes Handelsjahr mit deutlichen Verlusten. Der US-Leitindex Dow Jones sackte regelrecht ab.

Börsenkurve des Dow Jones übers Jahr 2018. Ein Minus von 7 Prozent.
Legende: Der US-Leitindex Dow Jones brach übers Jahr hinweg um gut 7 Prozent ein. SIX

Der Dezember-Sturz ist vor allem auf Angst vor einem geringeren Wirtschaftswachstum zurückzuführen. Zahlreiche Konjunkturprognosen zeigen, dass die Wirtschaft 2019 zwar noch wachsen dürfte, aber längst nicht mehr im gleichen Tempo wie 2018.

Der Fall der Aktien verschärfte den ohnehin schon bestehenden Notstand bei den Geldanlagen nochmals. Denn Sparkonten, Obligationen oder Bundesanleihen bringen schon seit geraumer Zeit fast keine Renditen mehr. Mit fallenden Kursen wurden nun auch die Aktien zum Verlustgeschäft.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von lukas Dieterle (lucky)
    Mal neigen die Aktienmärkte zur Übertreibung und dann gehts auch wieder ordentlich runter. Dass man aber ein Vorsorge- System wie die 2.Säule diesem Risiko aussetzt nützt doch einzig den Banken, Asset- und Fondsmanager, die täglich ihre Mia. umsetzen. Eine Transaktionsteuer ist überfällig!
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin (Queren life)
    Die Börsen sind Massstab für Umsatz und Stabilität in der Wirtschaft. Gewinnmaximierung ist dabei nicht das Entscheidende.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      ....sollte nicht sein.... Ist es aber heute. Die Staikholder werden ausgepresst bis zum Gehtnichtmehr. Und wenn es dann momentan am besten rentiert, das Tafelsilber und das Nauhau an die Chinesen zu versilbern, wird ausgestiegen und ein neues Opfer zum Filettieren und Ausverkaufen gesucht....
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Die Kurse geben nicht nach, UM dann wieder zu steigen. Man investiert, UM Gewinne zu machen. Da ist ein kausaler Zusammenhang. Aber das Sinken der Börsenwerte hat nicht das Ziel, danach zu steigen. Ich schreibe das hier, UM den Umgang mit der Sprache zu verbessern. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
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