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SRF Börse vom 19.12.2019
Aus SRF Börse vom 19.12.2019.
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Börsenunwort des Jahres In aller Munde und doch unverständlich – das Börsenunwort

Wenn sich das Jahr zu Ende neigt, zieht man gerne Bilanz. Das hat auch die Wirtschaftsredaktion vom Schweizer Fernsehen getan und das Börsenunwort des Jahres 2019 gekürt:

Schriftzug Börsenäquivalenz
Legende: Das Börsenunwort des Jahres SRF

Börsenäquivalenz, das sperrige Wort macht das Rennen vor den Finalisten «Libra» und «Flugscham». Doch was bedeutet es eigentlich? Dass das nicht ganz so klar ist, zeigt eine Strassenumfrage.

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«Da haben Sie mich auf dem falschen Fuss erwischt.»
Aus News-Clip vom 20.12.2019.
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Was der Begriff bedeutet und wieso er gewinnt

Börsenäquivalenz meint die Gleichwertigkeit von Aktien-Börsen. Die EU anerkennt die Schweizer Börse seit Juli nicht mehr als gleichwertig, was den Handel von Schweizer Aktien für EU-Händler hätte erschweren sollen. Bei den hiesigen Journalisten und Politikern brach Panik aus, der Begriff war während einiger Monaten in der Berichterstattung nicht wegzudenken.

Doch es kam anders. Die Schweizer Börse erlitt keinen Schaden. Im Gegenteil: Sie gewann sogar. Im Ferienmonat Juli gehen die Handelsumsätze für gewöhnlich zurück. Dieses Jahr stiegen sie - dank der fehlenden Börsenäquivalenz - um über 30 Prozent.

Viel Lärm um nichts

Grund ist die Gegenmassnahme des Bundesrats. Weil die EU den Handel von Schweizer Aktien an der Schweizer Börse erschwerte, hat der Bundesrat den Handel von Schweizer Aktien an EU-Börsen verboten.

Dadurch werden die Händler gezwungen, die Papiere hier zu handeln. Die Aberkennung der Börsenäquivalenz verfehlt damit die von der EU erhoffte Wirkung. Die ganze Panik war also unnötig. Immerhin hat es der sperrige Begriff zum «Börsenunwort des Jahres» geschafft.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Burkhardt  (Mikosch)
    Für mich ist das "Unwort" des Jahres: "Negativzinsen".
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Allgemeine Bemerkung: Es ist m. E. auch hier so, dass jene, die Grossaktionäre sind, gegenüber Kleinaktionären schneller noch reicher werden. Die Börsen werden somit stark durch Grossaktionäre bestimmt, die jeweils die Kleinaktionäre längst im Schach halten. Dies ist völlig undemokratisch, um nicht zu sagen unmenschlich. Hier tritt wieder einmal mehr zu Tage, wie Reiche auf Kosten "Kleiner" noch viel reicher werden. Die Menschen sollten eher miteinander teilen und nicht einander "ausnehmen".
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  • Kommentar von Eric Cerf  (Alpenjonny)
    Das Börsenunwort des Jahres 2019 ist doch nur ein kleines Puzzleteil in der endlosen Geschichte des RA mit der EU. Behaupte mal kühn, dass die beiden SVP-BR an einem RA null Interesse haben. Die FDP list unsicher, und will es mit der grössten Partei in der CH nicht verderben. Zwar geben sämtliche BR und auch Parlamentarier bloss Lippenbekenntnisse zum RA ab. Wer und wann durchschneidet den Gordischen Knoten mit der EU? We shall see..
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