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Legende: Audio SNB profitiert im zweiten Quartal von Zinsen abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
01:20 min, aus HeuteMorgen vom 31.07.2018.
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Dank starkem US-Dollar Fünf Milliarden Gewinn für die Nationalbank

  • Im ersten Halbjahr hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) einen Gewinn von 5,1 Milliarden Franken erzielt.
  • Damit konnte die SNB ihren Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode vervierfachen.
  • Die Zentralbank profitierte vor allem von der Abwertung des Frankens gegenüber dem US-Dollar und dem robusten US-Aktienmarkt.

Auch die Zins- und Dividendenzahlungen auf ihren Anlagen und die Negativzinsen spülten der SNB mehr Geld in die Kasse.

Die SNB wies wie üblich darauf hin, dass ihr Ergebnis von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig ist. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien deshalb nur bedingt möglich.

Noch kein Geldregen für Bund und Kantone

Das Ergebnis der SNB ist jeweils eine Folge ihrer Geldpolitik. Um den Franken nicht zu stark werden zu lassen, hat die Nationalbank neben der Einführung der Negativzinsen vor allem ihre Euro- und Dollarbestände in den vergangenen Jahren stark erhöht und damit Anleihen und Aktien gekauft.

Entscheidend für die Ausschüttung an Bund und Kantone wird nun der restliche Jahresverlauf sein. Laut der Gewinnausschüttungsvereinbarung erhalten Bund und Kantone jeweils maximal zwei Milliarden pro Jahr. Letztes Jahr wurde der Maximalbetrag ausbezahlt.

Das sagt Wirtschaftsredaktor Samuel Emch

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Den Gewinn der SNB kann man vor allem mit den Schwankungen der Wechselkurse erklären. Gab es im ersten Quartal noch Fremdwährungsverluste, tragen die Fremdwährungen nun zum Gewinn bei. Als Beispiel: Zwischen April und Juni hat der Dollar deutlich an Wert zugelegt, in Franken stieg er von rund 95 Rappen auf 99 Rappen. Eine Veränderung, die der SNB Milliardengewinne auf Dollar-Anlagen bescherte. Kommt hinzu, dass die Anlagen – Obligationen, Bonds, Aktien – zusätzlich Zinsen und Dividenden abwerfen. Auch das bringt der SNB Geld.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Herr Jordan, warum investieren Sie in Waffen? Das war kürzlich eine Frage hier . Von den Wirren in dieser Welt profitieren alle Jene , die mit riesigen Mengen an Elektronengeld täglich spekulieren . Der arbeitende Büezer kann nur mit der Faust im Sack zusehen, wie sein Erspartes bei NULL Zins wegschmilzt, wie die Gletscher an allen Ecken der Bergwelt. Dieses System schafft nur Unfrieden - es ist schlicht eine Frechheit was sich einige Herren da herausnehmen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Ist doch bestens, alles in Butter? Nun meine Frage, wem hat der starke Dollar Geldsegen und der starke achsoheilige Aktienmarkt gebracht und zu welchen gesellschaftlichen Kosten ist dies vonstatten gegangen? Auch hier gerne bei solchen Erfolgsmedlungen just for the bigger picture möglichst sowohl Winners and Loosers auflisten. Das Problem mit den Loosers, die sind halt oft unsichtbar unterhalb der Wahrnehmungslinie jeglicher Berichterstattung ...
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  • Kommentar von Claudia Meier  (taz)
    ....und was spricht nun dagegen die restlichen 3 Milliarden Gewinn in die AHV einfliessen zu lassen?
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    1. Antwort von Pascal Ringenbach  (stuhlflechter)
      Wer lesen kann...Die Maximal 2 Milliarden werden erst nach einem erfolgreichen Jahr und nicht einem Quartal ausbezahlt!
      Und der Rest wird hoffentlich so angelegt/ausgegeben das die kommenden Generationen auch noch etwas davon haben!
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    2. Antwort von Leander Eyer  (Leander)
      Dagegen spricht, dass der Gewinn zum grössten Teil nur auf Papier existiert. Realisiert wird er erst wenn die Nationalbank die Dollars wieder verkauft, und das würde den Franken stärken, was wir nicht wollen.
      Stellen sie sich vor über ihrem Haus verläuft eine Stromleitung. Diese wird abgebaut, und ihr Haus ist jetzt 50'000 mehr Wert. Mit diesen 50'000 können sie jetzt aber nicht ein Auto kaufen, den sie haben es nur auf dem Papier.
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