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SNB mit Gewinn von 43.5 Milliarden Franken
Aus HeuteMorgen vom 30.07.2021.
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Dank Wechselkurs-Entwicklung SNB erzielt im ersten Halbjahr Gewinn von 43.5 Milliarden Franken

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Halbjahr einen hohen Gewinn eingefahren.
  • Die SNB weist für die Periode von Januar bis Juni 2021 einen Überschuss von 43.5 Milliarden Franken aus.
  • Vor allem die Wechselkursentwicklung hat dazu beigetragen.

Im ersten Quartal hatte bereits ein Gewinn von 37.7 Milliarden resultiert, im zweiten Quartal sind somit nochmals 5.8 Milliarden dazu gekommen. Während sich bei den Fremdwährungspositionen im Semester ein Gewinn von 44.5 Milliarden einstellte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen kleinen Bewertungsverlust von 1.4 Milliarden. Auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein Plus von 0.6 Milliarden, das im Wesentlichen aus den Negativzinsen auf Girokontoguthaben resultierte.

Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

21 Milliarden Gewinn im Jahr 2020

Im Gesamtjahr 2020 etwa erzielte die SNB trotz Corona am Schluss einen Gewinn von knapp 21 Milliarden Franken, nachdem es im ersten Quartal wegen des coronabedingten Einbruchs an den Finanzmärkten noch einen Verlust von 38 Milliarden abgesetzt hatte. 2019 betrug der Gewinn gar knapp 49 Milliarden Franken.

Es gibt aber auch Jahre mit hohen Verlusten, was jeweils vor allem mit einer schwachen Börsenentwicklung oder einem sehr starken Franken zu tun hat. 2018 oder 2015 etwa waren solche Jahre: Da mussten die hiesigen Währungshüter Verluste von knapp 15 Milliarden bzw. von über 23 Milliarden ausweisen.

SRF 4 News, 30.07.21, 08:00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Bei einer Fremdwährungsbilanz zu aktuellen Kursen von bald 1000 Mia CHF braucht's nur eine leichte Erkältung in EU oder USA, und schon schmelzen diese 43Mia CHF im Nu dahin und gehen unwiderbringlich den Bach runter. Sind ein enormes Riskio für ganze CH, aber eine der vielen Gefälligkeiten an EU, mit der Euro faktisch gestützt wird um besser da zu stehen als er wirklich ist. Volk als "Besitzer" der SNB wurde natürlich nie gefragt.
    1. Antwort von Franz Heeb  (fheeb)
      Worin besteht die Gefälligkeit an die EU ?
      Die Stützung des Frankes ist in erster Linie die Stützung der Schweizer Exportwirtschaft.
      Alternativ könnte man auch den Franken fix an den Euro binden. Dann braucht es ihn aber faktisch nicht mehr.
    2. Antwort von Heiner Graf  (Denkeinfach!)
      So simpel können Analysen sein! Nein, Norbert Zeiner, nein, niemals sollte das Volk über Aktionen der SNB bestimmen dürfen. Nur selbstbestimmt kann sie ihre Aufgabe wahrnehmen.
    3. Antwort von Norbert Zeiner  (ZeN)
      Heeb: Stützung des Frankens? Genau Gegenteil, es ist "Schlechtmachen" des Frankens durch Massenkauf von schlechten Euros, wodurch gute Franken schlechten Euro stützen. Dem Pflaster für Exportwirtschaft stehen in CH Mittelstand und Kleinsparer mit Frankeneinlagen gegenüber, deren verdiente Ersparnisse an Wert verlieren zu Gunsten der EU-(PlanMisswirtschaft). Die Grossen entweichen dem rechtzeitig in andere Währungen mit ihren verbandelten Privatbanker, wie das damaliger SNB-Chef Hiltebrand tat.
  • Kommentar von rene merlo  (1802)
    Soll mir bitte Jemand auch nur einen einzigen Lösungsansatz aufzweigen, um lediglich einen minimalsten Gewinn auch tatsächlich einzufahren.

    Die Positionen, welche die SNB hält, sind schlicht gigantisch. Nur schon das Veräussern einer Kleinstposition würde eine derart riesige Kursbewegung an den Märkten auslösen, welche aus den vermeintlichen Gewinnen gleich Milliarden als Verluste auszuweisen wären.

    Angebot und Nachfrage, insbesondere aber die Liquidität führen zu dieser Falschbewertung
    1. Antwort von Franz Heeb  (fheeb)
      Wenn wir davon ausgehen, dass weder Frankreich noch Deutschland Konkurs gehen, ist die SNB mit ihren €-Devisen Käufen auf der sicheren Seite, mit diesen Euros wieder Schuldtitel dieser beiden Länder gekauft werden.

      Zitat:

      "Die Schweizer Notenbank akzeptiert, wenn sie Euro-Schuldtitel kauft, nur noch deutsche und französische Staatsanleihen. Alle anderen Euro-Titel würden nicht mehr gekauft, heißt es in Notenbankkreisen. Man wolle nur noch die liquidesten und sichersten Werte."
  • Kommentar von Matt Frei  (sense against mainstream)
    Das sind reine Buchgewinne ohne reales Wirtschaftswachstum!
    Diese "Gewinne" verschwinden so wie sie gekommen sind, wenn die Wechselkurse ändern.
    Es braucht eine Förderung und Initiative für reales substanzielles Wachstum von Wirtschaft, Industrie und KMU in der Schweiz, so dass unser Wohlstand auch für kommende Zeiten und Generationen erhalten bleiben kann. Die globale Konkurrenz schläft nicht.
    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      So lange unser Wohlstand zum grössten Teil darauf beruht, dass wir die Erde über jedes Mass ausbeuten, gibt es eigentlich nur eine Lösung: Der Wohlstand muss auf ein erträgliches, nachhaltiges Mass abgesenkt werden.
      Gestern (29. Juli) war übrigens Earth Overshoot Day!
      Und der Swiss Overshoot Day war schon am 11. Mai!