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Wirtschaft «Der Schweizer ist nicht der geborene Händler»

Schweizer könnten viel Geld sparen, wenn sie vermehrt vergleichen und verhandeln würden. Auch mit Finanzinstituten kann beispielsweise über die Konditionen von Hypothekarkrediten verhandelt werden, wie der Konzernchef von Raiffeisen, Patrik Gisel, bestätigt.

Legende: Video Bessere Zinsen dank Verhandlungsgeschick abspielen. Laufzeit 03:29 Minuten.
Aus 10vor10 vom 10.08.2016.

Geht es darum, günstige Konditionen auzuhandeln, haben viele Schweizer noch Luft nach oben. «Schweizer sind nicht geborene Händler», sagt Marc Parmentier, Leiter Vergleichsdienste bei Comparis. Doch Verhandeln lohnt sich – etwa über die Konditionen eines Hypothekarkredites, wo es sich oftmals um höhere Geldsummen handelt. «Praxiswerte von Comparis zeigen, dass Kreditnehmer den Hypothekarzinssatz um 0.2 bis 0.5 Prozentpunkte senken können, wenn sie mit den Finanzinstituten verhandeln», so Parmentier.

Legende: Video Schweizer haben noch Luft nach oben, was verhandeln anbelangt abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.08.2016.

Wie viel im Einzelfall rauszuholen sei, komme auf die Gesamtkonstellation an, sagt Patrik Gisel, Konzernchef der Bankengruppe Raiffeisen: «Wenn der Kunde mehrere Geschäfte mit der Raiffeisen Bank macht, dann hat er einen Verhandlungsspielraum».

Zuerst vergleichen, dann verhandeln

Nebst geschicktem Verhandeln sei es wichtig, dass sich die Kreditnehmer im Internet über die Zinskonditionen von Hypothekarkrediten informieren und die Angebote vergleichen, betont Parmentier. Doch auch was das Vergleichen angeht, sei noch Potential vorhanden. Es scheint, als würde es den Schweizern zu gut gehen - oder sie sind einfach zu faul dafür. Dies widerspiegelt sich auch bei den Krankenkassenprämien der Grundversicherung.

Im Schnitt könnten die Schweizer laut Comparis dort nämlich 1000 Franken pro Person und Jahr einsparen. Dennoch hätten 2015 nur 8,6 Prozent der Bevölkerung einen Krankenkassenwechsel vollzogen, obwohl schnell und einfach gewechselt werden könnte. Comparis stelle jedoch fest, dass auch die Schweizer zunehmend preissensitiver werden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Der Schweizer ist eben noch ein bisschen schlauer als die "Händler". Er weiss, dass er für nichts +wieder nichts Energie +Zeit aufwendet, wenn er mit Banken, Swisscom, Krankenkassen usw. verhandelt. Die Banken rechnen die "Vorteile" die man bekommt, irgendwo +irgendwann in versteckten "Gebühren" an, bei den Swisscom-Konkurrenten werden die "Vorteile" nach kurzer Zeit angepasst. Auch bei den Krankenkassen verändern sich die Konditionen dauernd, so dass unter dem Strich "nicht handeln" lohnt.
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