Zum Inhalt springen
Inhalt

Hypozinsen ziehen an Der Traum vom Eigenheim wird teurer

Die US-Politik wirkt sich auch auf Schweizer Wohneigentümer aus: Die Zinsen für langfristige Festhypotheken sind in den vergangenen Tagen markant gestiegen. Dies, nachdem sie jahrelang nur gesunken sind. Ob der Trend anhält, hängt stark davon ab, ob Trump seine Wahlversprechen einhält.

Legende: Video Hoch an der Börse und steigende Hypozinsen abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.11.2016.

Der zukünftige US-Präsident Donald Trump galt lange Zeit als «Börsenschreck». Experten warnten vor einem regelrechten Crash im Falle seiner Wahl. Vor zwei Wochen wurde Trump gewählt, der Börsen-Crash blieb aber aus. Seither steigen die Kurse und Zinsen kontinuierlich an.

Trump kündigte umfangreiche Investitionen, tiefere Steuern und weniger Freihandel an. Anleger rechnen deshalb mit einer höheren Inflation. Die Preise werden steigen und eine Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed im Dezember wird wahrscheinlicher.

Wenn Trump seine Ideen umsetzt, werden weitere Zins-Anstiege kommen. Und das schneller, als wir denken.
Autor: Donato SconamiglioImmobilien-Experte

Der Anstieg der internationalen Zinssätze schwappt auch in die Schweiz über: Die Hypothekarzinsen sind seit der Wahl Donald Trumps gestiegen. Der Traum vom Eigenheim wird teurer, heisst es vom Immobilien-Experten Donato Scognamiglio: «Wir haben eine Vorgeschmack erhalten, wie schnell es gehen kann. Heute zahlt man 21 Basispunkte mehr für eine zehnjährige Hypothek. Das ist markant.»

Zukunft der Zinsen hängt von Trump ab

Bemerkenswert ist der Anstieg, weil der Zinssatz für eine 10-jährige Festhypothek seit Jahren nur gesunken ist. Derzeit erhält man diese Hypothek zu einem Zinssatz von durchschnittlich rund 1,6 Prozent. Ob Immobilien langfristig teurer werden oder ob es sich bloss um einen vorübergehenden Effekt handelt - da gehen die Meinungen auseinander. Entscheidend dürfte sein, ob Donald Trump seine Wahlversprechen tatsächlich einhält. «Ich gehe davon aus, dass Trump die Steuern senken und mehr bauen wird», sagt Sconamiglio. Der Immobilien-Experte ist überzeugt: «Wenn Trump seine Ideen umsetzt, werden weitere Zins-Anstiege kommen. Und das schneller, als wir denken.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Das ist doch eine Reuberbande ! Nun wo sie die Leute mit Billigzins die letzten 10 Jahre in die Hausbaufalle gelockt haben - weil es nun wieder 10 braucht, bis die nächste Generation 20 % für einen möglichen Hausbau gespart hat, erhöhen sie den Hauszins scharf nach oben - und die Sklaven strampeln sich wieder ab , diesen hohen Zins zu bedienen, So erwischen sie alle , die an die wunderbare Brotvermehrung geglaubt haben. Das Abzockerspiel beginnt neu ! Ich hatte mal 8% bezahlt ! Da k.Freude auf !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      1,6 Prozent für eine 10-jährige Hypothek sind sehr günstig, nur ein Fünftel der 8,0 Prozent die Sie damals bezahlt haben. Und das wird auch solange bleiben wie der Franken stärker ist als der Euro. Und die Verschuldung der Euro-Staaten so gigantisch ist wie jetzt. Trump wird daran nichts ändern, und die Zinsen im US-Dollar bestimmt die FED, und nicht der amerikanische Präsident.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Piana (rupsel)
    Nationalbank hatte immer noch die gleichen Zinsen für Banken. Aber da hustet ein Trump in Amerika und schon findet man ein Weg um die Kunden ab zu schröpfen. Natürlich schaut der BR und Parlament zu. Sind ja die Banken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Dann wäre es nun an der Zeit auch andere Zinsen wieder anzuheben, wie beispielsweise die Sparzinsen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Keine Angst da finden sich schon Gründe um dies nicht zu tun.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen