Niemand besitzt mehr Die Reichsten sind die Schweizer

In keinem anderen Land besitzen die Menschen so viel Vermögen wie in der Schweiz. Und der Trend zeigt klar: Die Vermögen sind immer ungleicher verteilt.

Zu sehen ist Geld in einer Brieftasche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Niemand besitzt mehr Geld als die Schweizer. Keystone

  • In keinem anderen Land der Welt sind die Menschen so reich wie in der Schweiz. Ein Erwachsener hat hierzulande durchschnittlich rund 562'000 Franken Vermögen. Das zeigt der Global Wealth Report der Credit Suisse, den die «NZZ am Sonntag» vorab veröffentlicht hat.
  • Mit grossem Abstand auf Platz 2 folgen demnach die Australierinnen und Australier mit einem durchschnittlichen Vermögen von 376'000 Franken. Danach aufgelistet sind die USA und Norwegen.
  • Die Schweizer besitzen nicht nur am meisten, die Vermögen wachsen auch zügig – seit der Finanzkrise 2008 im Schnitt jährlich um 5,3 Prozent. Laut der «NZZ am Sonntag» ist die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Dollar zentraler Grund dafür.
  • Mit insgesamt 3,5 Billionen Dollar besitzen Privatpersonen in der Schweiz 1,4 Prozent des globalen Privatvermögens. Die Schweiz stellt nur 0,1 Prozent der Weltbevölkerung. Gleichzeitig weisen die Studienautoren auf die im internationalen Vergleich hohen Schulden der Schweizer hin.
  • Insgesamt setzt sich der Trend fort, das Vermögen immer ungleicher verteilt ist. Das reichste Prozent hält demnach inzwischen mehr als 50 Prozent des Weltvermögens.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wie reich ist die Schweiz?

    Aus Schweiz aktuell vom 23.4.2015

    Die Schweiz gilt im Ausland als äusserst wohlhabend. Die Norwegerin mit Schweizer Pass Annika Bohnenblust will es genauer wissen und geht der Frage nach: Gibt es nur Reiche in der Schweiz? Oder existiert auch Armut? Um dem Schweizer Reichtum auf den Grund zu gehen, reist sie in die Bankenstadt Genf und besucht Banker und Villenviertel, aber auch Menschen, die mit wenig Geld über die Runden kommen müssen.