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Raiffeisen in der Kritik wegen Löhnen im Verwaltungsrat
Aus Tagesschau vom 24.04.2018.
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Diskussion um Raiffeisen 40 Prozent mehr Lohn für Raiffeisen-Verwaltungsrat

Mitten im grossen Sturm hat sich der Verwaltungsrat von Raiffeisen für 2017 eine Gehaltserhöhung um rund 40 Prozent ausbezahlt, der Entscheid dazu fiel Ende 2016.

Die systemrelevante Bank kämpft um ihre Glaubwürdigkeit. Als interimistischer Präsident des Verwaltungsrates versucht Pascal Gantenbein, Raiffeisen wieder in ruhiges Fahrwasser zu steuern. Kein einfaches Unterfangen.

Die Lohnerhöhung dürfte den 1,8 Millionen Raiffeisen-Genossenschaftlern schwer zu vermitteln sein. Pascal Gantenbein, 2017 bereits Mitglied des Gremiums, versucht es in «ECO» dennoch: «Die Bank war in den letzten Jahren sehr erfolgreich unterwegs. Wir sind seit letztem Jahr auch zwei Verwaltungsräte mehr», sagt er in der Sendung vom 23. April 2018. Auch der Aufwand sei gestiegen. Die Honorare seien zudem vergleichbar mit der Branche.

Dennoch sagt er in Bezug auf die Zukunft, es sei ein Thema für die nächsten Monate, «dass man auch die Salärpolitik überprüfen wird.»

Vergütung des Raiffeisen-Verwaltungsrates

20141‘640‘742 Fr.
20151‘799‘650 Fr.
2016
1'678'400 Fr.
20172'408'412 Fr.
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Das Interview mit Raiffeisen-Präsident Pascal Gantenbein
Aus ECO vom 23.04.2018.
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Raiffeisen in Turbulenzen: Die Ereignisse

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Pierin Vincenz, Chef von Raiffeisen von 1999 bis 2015, sitzt seit Anfang März in Untersuchungshaft. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung.

Ausgelöst wurde die Untersuchung letztes Jahr durch Aduno: Die Kreditkartenfirma reichte gegen ihren ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten Pierin Vincenz und ein weiteres Verwaltungsratsmitglied Strafanzeige ein. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren auf drei weitere Personen ausgedehnt.

Bereits im Oktober 2017 leitete die eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma ein sogenanntes Enforcement-Verfahren gegen Pierin Vincenz ein. Gegenstand des Verfahrens war die «Frage der Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung».

Dieses Verfahren wurde eingestellt, nachdem Pierin Vincenz von allen Führungsfunktionen bei Instituten zurücktrat, die von der Finma beaufsichtigt werden – Mitte Dezember gab er auch sein Amt als Verwaltungsratspräsident der Helvetia-Gruppe zurück. Ein Finma-Verfahren, das die Unternehmensführung (Corporate Governance) der Raiffeisen Schweiz zum Gegenstand hat, läuft weiter.

Ende März trat der bisherige Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm zurück. Seither amtet Wirtschaftsprofessor Pascal Gantenbein interimistisch als Verwaltungsratspräsident.

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Ich habe Raiffeisen Schweiz geschrieben. Sie haben einen Monat Zeit zu bestätigen, dass die gesamte Lohnerhöhung rückgängig gemacht worden ist, oder ich werde meine vier Konten auflösen.
    1. Antwort von Felice Limacher  (Felimas)
      Bravo Frau Esslinger. Sie tun das was noch viele mehr tun sollten. Die Macht gehört dem Volk (Kunden). Ich hoffe sehr dass Ihr Beispiel Schule machen wird.
  • Kommentar von Stephan Poetsch  (StephanP)
    Natürlich ohne 40% mehr Leistung.
    Einfach skandalös!
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Skandalös und unangebracht sich selber noch höhere Gehaltserhöhungen um rund 40 Prozent zu verordnen. Diese Gier nach immer mehr Geld nimmt keine Ende und die Betroffenen kennen keine Ethik und Moral. Was ist mit den Löhnen für die Kleinangestellten? Beschämend.