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Legende: Video Bundespräsident Maurer im ECO-Interview mit Reto Lipp abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.05.2019.
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Eröffnungsrede am SEF Für Maurer ist das Rahmenabkommen noch nicht mehrheitsfähig

  • Das Swiss Economic Forum 2019 ist in Interlaken eröffnet worden.
  • Das diesjährige Wirtschaftsforum für Vertreter von kleinen und mittelgrossen Unternehmen steht unter dem Motto «Yes. The Optimistic Code».
  • In der Eröffnungsrede betonte Bundespräsident Ueli Maurer, dass das das Rahmenabkommen mit der EU in der heutigen Form noch nicht die nötige Qualität hat. Er will noch einmal Kontakt mit der EU aufnehmen.

Die Vernehmlassung habe gezeigt, dass das Abkommen noch nicht mehrheitsfähig sei, antwortete Maurer auf Nachfragen von Moderator Urs Gredig zum Thema. «Es gibt noch zu viele offene Punkte, die für die Wirtschaft als negativ angesehen werden.» Es brauche eine Balance zwischen Geben und Nehmen.

Netzwerk ausgebaut

Angesichts des aktuellen Trends zum Protektionismus und den Verschiebungen zwischen den Wirtschaftsmächten setzt Maurer vor allem auf persönliche Beziehungen zu den Verantwortungsträgern aller Länder.

Ueli Maurer an einem Rednerpult gestikulierend.
Legende: Beim Rahmenabkommen gebe es noch zu viele offene Punkte, sagte Bundespräsident Ueli Maurer am SEF in Interlaken. SEF

«Wir versuchen, unser Netzwerk auszubauen und ich würde sagen, dass wir damit in diesem Jahr einigen Erfolg hatten», sagte Maurer in seiner Rede zur Eröffnung des 21. SEF. «Einfach gesagt, muss man eine Handynummer haben, die man anrufen kann.»

Die Schweiz wird ernst genommen

Erst vor wenigen Tagen hatte Maurer US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus besucht. Zwar hätten sie noch keine Handynummern getauscht. Aber die Chancen, bald die ersehnten Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen aufzunehmen, stünden «nicht so schlecht nach diesem Besuch.»

Nur schon die Tatsache, dass es gelinge, in diesen Kontakt zu treten, sei ein Zeichen: Die Schweiz werde als kleine Volkswirtschaft ernst genommen.

Auch Nein-Sagen etwas Positives

Die 21. Ausgabe des SEF steht unter dem Motto «Yes! – The Optimist Code». An dem Treffen im Berner Oberland nehmen rund 1'350 Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft teil.

«Ich hatte einige Mühe, mich auf das Motto einzustimmen», gestand Maurer. In der Regel sei für ihn als Vorsteher des Finanzdepartements und als Vater von sechs Kindern Nein-Sagen etwas Positives. Persönlich sei er aber ein Optimist.

Nach Maurer treten am Donnerstag unter anderem auch der Politikwissenschaftler Ian Bremmer, AC-Immune-Chefin Andrea Pfeifer und Italiens Ex-Premierminister Matteo Renzi auf. Für Freitag stehen etwa Reden von Nestlé-Chef Mark Schneider und Brexit-Hardliner Boris Johnson auf dem Programm.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Was heisst "noch nicht"??? Ich finde, es gibt sehr viele Ungereimtheiten, und zwar einzig aus den Teilen, die bisher überhaupt bekannt sind. Grundsätzlich sollte Handel und Austausch mit Ost und West getätigt werden können - ganz ohne Kolonialverträge. Und noch etwas: BR Cassis gehört in ein anderes Departement. Er darf für so wichtige Entscheidungen keinen Handschlag geben ohne sich vorher beim Souverän das Einverständnis geholt zu haben, das wissen NB die EU- Mächtigen ganz genau.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Halt nochmals: Bundesrat Maurer weis ganz genau, dass die EU keine Nachverhandlungen mit der offiziellen Schweiz wegen ihrem einseitigen "Rahmenabkommen" mehr zulässt und dass dieser neuste "Gesslerhut" an der Urne nie angenommen wird. Trotzdem macht er das "stille Verhalten" (unehrliche Versteckspiel) der Bundes-Exekutive brav mit! Habe ich mit dieser sachlichen persönlichen Meinung tatsächlich das SRF-Netiquette verletzt?
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  • Kommentar von Bruno Vogt  (bru.vogt)
    Kommen wird es, darauf können wir uns verlassen, denn die Wirtschaft will es und was die Wirtschaft will, dass erhält sie in unserem Neoliberalen Zeitalter, schön gesehen an diesem letzten Abstimmungssonntag. Man kann nur hoffen das die Bürger diesen Knebelvertrag der die direkte Demokratie aushebeln wird eine dicke Abfuhr erteilt. Unsere Vorfahren welche bis 1848 für die Rechte der Bürger und gegen eine feudale Rechtssprechung kämpften, würden heute schon die Haare zu Berg stehen.
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