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Legende: Licht und Schatten: Der jüngste Stresstest fiel positiv aus. Doch einige Banken schafften es nur haarscharf. Keystone
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Wirtschaft EU-Stresstest: Banken mehrheitlich gut gerüstet

Die europäischen Grossbanken sind für neue Krisen im Grossen und Ganzen gut aufgestellt. Beim diesjährigen Stresstest der EU-Bankaufsichtsbehörde erwiesen sich die in den vergangenen Jahren erhöhten Kapitalpuffer als relativ stabil. Einzelne Banken zeigten allerdings deutliche Schwächen.

Europas Grossbanken sind für neue Krisen grundsätzlich gewappnet. Das geht aus dem Stresstest der EU-Bankaufsichtsbehörde EBA hervor, der am Abend veröffentlicht wurde. «Das Ergebnis zeigt Widerstandsfähigkeit im EU-Banken-Sektor als Ganzes dank erheblicher Kapitalaufstockung», heisst es im Bericht.

Es gibt allerdings klare Verlierer. Die schwächste Kapitalquote wies im Test wie erwartet die italienische Bank Monte dei Paschi mit einem negativen Kapitalpuffer von minus 2,44 Prozent auf. Die älteste Bank der Welt hatte bereits beim vorangegangenen Test 2014 den letzten Platz belegt.

Italien und Irland bereiten Sorgen

Die Bank aus Siena hatte allerdings kurz vor der Bekanntgabe der Ergebnisse einen Rettungsplan vorgelegt. Die italienischen Banken schieben Schätzungen zufolge faule Kredite von 360 Milliarden Euro vor sich her und stehen deshalb besonders unter Druck.

Den vorletzten Platz belegte die irische Allied Irish Bank (AIB), gefolgt von der Raiffeisen Zentralbank (RZB) aus Österreich und der Bank of Ireland.

Die harte Kernkapitalquote gilt als die entscheidende Kennziffer. Sie setzt das Eigenkapital von Banken ins Verhältnis zu den Risikopositionen. Analysten sehen eine Schwelle von 7 Prozent als kritisch an.

Durchfallen konnte diesmal niemand

Anders als beim vorigen Stresstest 2014 hatte die EBA diesmal selbst keine Grenzwerte definiert, bei deren Unterschreitung eine Bank als durchgefallen galt. Es ging vielmehr um Gesamteindruck von der Solidität der Geschäftsmodelle zu bekommen.

Audio
Einschätzungen zum Stresstest der EU-Banken
02:02 min, aus HeuteMorgen vom 30.07.2016.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.

Die Tatsache, dass keine Bank durchfallen konnte, hat auch für Kritik gesorgt. SRF-Wirtschaftsredaktor Massimo Agostinis hält die Massnahme aber für sinnvoll. «Vor zwei Jahren fielen 25 Banken durch, und das hat bei der Börseneröffnung wirklich zu Stress geführt, weil viele Anleger davonrannten.» Dies gelte es zu vermeiden, weil damit verhindert werde, dass die Banken auf bessere Wege kommen.

Untersucht wurde bei 51 Geldhäusern, ob sie etwa einem heftigen Absturz der Wirtschaft und einem Einbruch der Immobilienpreise standhalten. Erstmals wurden dabei auch Rechtsrisiken in den Test einbezogen.

Die Kernkapitalquote

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Eigenkapital schützt Banken vor neuen Schieflagen. Als Lehre aus der Finanzkrise mussten Banken weltweit in den vergangenen Jahren diesen Puffer erhöhen. Entscheidende Kennziffer ist dabei die harte Kernkapitalquote. Institute können die Quote verbessern, indem sie entweder Risiko und Kredite in der Bilanz abbauen oder Kapital aufbauen.

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7 Kommentare

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Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Viel anderes will man doch nicht sagen, sonst könnten Clevere vor der Kriese ihr Geld nach Russland retten. Nachher hören wir dann wieder die grossen Diskussionen, wie eben keiner wissen konnte, dass es eine neue Finanzkrise geben würde. So viel "Quatsch" wie auf den Finanzmärkten wird selten geboten! Eines ist sicher: Solange "Finanzen" nicht so erklärt werden können, dass es alle verstehen, ist das Erklärte gelogen und gebogen. Wann kommt endlich einer der ehrlich ist?
  • Kommentar von Raymond Klaus  (Raykla)
    Der Test ist alles BLABLABLA.
  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Zwischen den Krisen waren die Banken schon immer gut gerüstet!