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FOKUS: Studiogast Urs Wagenseil
Aus 10 vor 10 vom 17.06.2021.
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Ferien im Ausland «Die Lust aufs Reisen verschwindet nicht einfach»

Urs Wagenseil, Experte für Tourismus an der Hochschule Luzern, sagt: Nach einem Jahr Ferien in der Schweiz sei der Nachholbedarf gross.

Mehr als ein Jahr mussten die Schweizerinnen und Schweizer auf ihre gewohnten Ferien verzichten. In Sommer 2021 ist alles wieder anders. In der Schweiz gibt es diesen Sommer keine Einschränkungen mehr. Wer mit Bus, Bahn oder Schiff – über den Rhein oder Bodensee – ankommt, muss lediglich ein elektronisches Einreiseformular ausfüllen, Flugreisende brauchen einen negativen Corona-Test. Hotellerie und Gastronomie sind geöffnet. Trotz diesen Erleichterungen ortet Tourismusexperte Urs Wagenseil bei Urlaubern einen grossen Nachholbedarf bei fremden Destinationen.

Urs Wagenseil

Urs Wagenseil

Leiter Kompetenzzentrum Tourismus, Hochschule Luzern

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Als Leiter des Kompetenzzentrums Tourismus an der Hochschule Luzern beschäftigt sich Urs Wagenseil mit Fragen zu nachhaltigem Tourismus. Er ist ehemaliger Tourismusdirektor von Lenzerheide. Seit 2005 arbeitet Urs Wagenseil an der Hochschule Luzern.

SRF News: Letztes Jahr verbrachten die meisten Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien in der Heimat. Ist das schon wieder vorbei?

Urs Wagenseil: Dieses Jahr werden sicher immer noch mehr Menschen die Ferien in der Schweiz verbringen. Die Reise-Situation ist immer noch nicht grenzenlos. Man bleibt meist im Land, in dem wohnt. Es gibt es viele Leute, die im Inland und auch im Ausland gebucht haben. Weil die Storno-Bedingungen vorteilhaft sind, entscheiden sie erst in letzter Minute, wohin es schliesslich geht.

Letzten Sommer sprach man ja auch viel vom nachhaltigen Tourismus, der sich nun stärker etabliere. Beispielsweise lieber ins Wallis fahren, statt stundenlang nach Bali zu jetten. Ist der Trend schon wieder vorbei?

Wir haben enormen Nachholbedarf: Die Lust, etwas Fremdes zu erleben, raus zu kommen aus dem Alltag. Das verschwindet nicht einfach. Wenn es nächstes Jahr wieder möglich wird, wird der Nachholbedarf noch grösser und der Drang, ins Ausland zu gehen, wird wohl wieder steigen.

Wie steht es denn in der Schweiz um Preise und Buchungsstände? Zahlt man auch hierzulande mehr als sonst?

Natürlich, auch hier haben wir ein knappes Angebot und eine grosse Nachfrage. Vor allem in den Bergorten, alle naturorientierten Destinationen sind sehr beliebt. Campingplätze sind nahezu ausgebucht. Die Preise sind daher nicht gesunken. Das ist auch legitim. Es braucht logischerweise Phasen, in denen man verdienen kann, dann kann man auch wieder investieren.

Das Gespräch führte Franziska Egli.

10vor10, 17.06.2021 21.50 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    "Mehr als ein Jahr mussten die Schweizerinnen und Schweizer auf ihre gewohnten Ferien verzichten." Frage mich immer wieder was eigentlich Ferien heisst. Und gerade bei dieser Aussage habe ich die Antwort bekommen. Ferien=ans Meer Aber Ferien sollte doch Erholung von der Arbeit sein.
  • Kommentar von Peter Uma  (PumaAG)
    Ist mir egal. Ich werde ans Meer fliegen und nach 1.5 Jahren endlich wieder im Meer baden. Als ob man durch weniger fliegen viel erreichen könnte. Wichtiger wäre es, wenn Industrie und Energieproduktion effizienter würden (Steuererleichterungen, Darlehen usw.), da sie viel mehr CO2 produzieren…
    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Gratuliere, Herr Uma! Ich will mich nicht einschränken, die anderen sollen es tun! Das ist doch eine wahrhaft nachhaltige und mündige Haltung.
      Das Meer kann übrigens von der Schweiz aus problemlos mit dem Zug erreicht werden.
  • Kommentar von Tinu Sado  (Tinu2)
    völlig unverständlich haben ja etliche Experten behauptet, dass sich der Reiseverkehr wegen Corona grundlegend ändert - das ist doch totaler Käse. Das Volk hat Geld, aktuell wohl mehr als je zuvor da man lange weder in den Ausgang, Urlaub noch sonst was machen konnte, was viel Geld kostete. Daher ist doch absolut logisch, dass enorm viele nun wieder fliegen wollen, sobald das möglich ist. Das Resultat sind dann wohl Chaos am Flughafen, der sicher noch auf Sparflamme arbeitet etc.
    1. Antwort von Urs Felber  (ursus felber)
      Jeder „Experte meint“ eben anders. War ja klar dass sich der Mensch nicht ändert, siehe Abstimmung v. Letzten Sonntag.