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Ferienflieger am Boden Airline Germania ist insolvent

Legende: Audio Deutsche Airline Germania stellt Flugbetrieb ein abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
01:04 min, aus HeuteMorgen vom 05.02.2019.

Nach der Air Berlin bleibt nun auch die deutsche Fluggesellschaft Germania am Boden. Der Ferienflieger stellte in der Nacht auf heute Dienstag seinen Flugbetrieb ein. Das Unternehmen steckte tief in den roten Zahlen und konnte keine Investoren finden, um seinen finanziellen Engpass zu überbrücken.

Germania-Geschäftsführer bedauert Auswirkungen

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«Wir bedauern sehr, dass uns als Konsequenz keine andere Möglichkeit als die der Insolvenzantragstellung blieb», erklärte Germania-Geschäftsführer Karsten Balke laut Mitteilung. Er bedauerte zudem die Auswirkungen des Schrittes für die Mitarbeiter. Passagiere, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, sollen sich laut Mitteilung direkt an ihren Reiseveranstalter wenden, um eine Ersatzbeförderung zu erhalten. Darauf habe aber keinen Anspruch, wer sein Flugticket direkt bei Germania gekauft habe, hiess es weiter.

Die steigenden Kerosinpreise und nach eigenen Angaben aussergewöhnliche Unterhaltsarbeiten an der Flotte brachten Germania finanziell unter Druck. Dass die Fluggesellschaft Geldprobleme hat, war bereits Anfang Januar bekannt geworden. Ende Januar bezahlt sie die Löhne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht.

Über 30-jähriges Unternehmen finanziell am Ende

Am Montag sah es kurzfristig nach einer Wende aus. Deutsche Zeitungen berichten von ehemaligen Airline-Managern, die die Fluggesellschaft retten wollen. In der Nacht auf heute Dienstag kam aber schliesslich doch das Aus für das über 30-jährige Unternehmen, das mit ihren 37 Maschinen mehr als vier Millionen Passagiere pro Jahr zu mehr als 60 Zielen innerhalb Europas, nach Nordafrika und in den Nahen und Mittleren Osten flog.

Die Schweizer Ablegerin der Germania ist nicht von der Insolvenz betroffen. Diese gehört lediglich zu 40 Prozent der deutschen Germania. Die Fluggesellschaft mit Sitz in Glattbrugg betreibt drei Flugzeuge.

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