Flughafen-Streiks: Swiss streicht Flüge nach München

An sechs Flughäfen Deutschlands streikt am Mittwoch das Bodenpersonal. Zehntausende Reisende müssen mit Verzögerungen und Annullationen rechnen. Betroffen sind auch Swiss-Flüge: Sämtliche Verbindungen ab Zürich und Genf nach München werden ausfallen.

Swiss-Flugzeuge stehen am Flughafen Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Swiss-Flüge ab Zürich und Genf nach München fällen am 27. April aus. Keystone

Der für Mittwoch angekündigte Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an sechs deutschen Flughäfen hat auch Auswirkungen auf den Luftverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland. Die Swiss streicht beispielsweise alle Flüge von und nach München.

Einmalige kostenlose Umbuchung

Es sei mit weiteren Verspätungen und Annullationen zu rechnen, schreibt die Swiss in einer Mitteilung. Reisende sollten regelmässig den aktuellen Flugplan der Airline konsultieren. Fest stehe, dass die acht Verbindungen von Genf und Zürich nach München und zurück gestrichen würden.

Wer einen der betroffenen Flüge gebucht hat, kann das Ticket laut Swiss einmal kostenlos umbuchen. Falls ein Passagier nicht umbuchen möchte, könne er den Flug annullieren und rückerstatten lassen. Reisende, die über ein Reisebüro gebucht haben, sollten dieses kontaktieren.

Annullierungen von Lufthansa-Flügen aus der Schweiz

Gemäss den Online-Flugplänen der Airports Zürich und Genf fallen auch etliche Lufthansa-Flüge von und nach Deutschland aus. Neben München wurden bisher Verbindungen von und nach Frankfurt sowie Köln/Bonn annulliert. Vom EuroAirport in Basel liegen zurzeit noch keine Informationen vor.

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900 Flüge fallen aus

Bei der Lufthansa fallen wegen der Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch fast 900 Flüge aus. Davon seien insgesamt 87'000 Fluggäste betroffen, erklärte die Airline. Von den ursprünglich geplanten rund 1500 Flügen könnten damit 40 Prozent an den Start gehen. Seit Montagabend gebe es einen Sonderflugplan.

Verdi hat für Mittwoch zu Warnstreiks an den deutschen Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Hannover aufgerufen. Schon 2015 hatten Streiks vielen Passagieren von und nach Deutschland zugesetzt. Auch nach der jüngsten Streikankündigung ist mit erheblichen Auswirkungen im innerdeutschen und internationalen Flugverkehr zu rechnen.

Laut Lufthansa wird es am Mittwoch beispielsweise nur rund neunzig Flüge von und nach München geben. Wie die Airline weiter mitteilte, ist der grösste Teil der internationalen Flüge von und nach Frankfurt nicht betroffen. Am wichtigsten Drehkreuz des Landes müssten allerdings die meisten innerdeutschen Verbindungen und zahlreiche Europaflüge annulliert werden.

Ohne Flughafenfeuerwehr kein Flug

Mit den Streiks will die Gewerkschaft Verdi den Druck im Tarifstreit erhöhen. Sie verlangt sechs Prozent mehr Geld. Bestreikt werden sollen am Mittwoch etwa Werkstätten, Luftsicherheitskontrollen sowie Bodenverkehrsdienste wie Vorfeld, Fracht, Gepäck und Verwaltung.

Noch einschneidender sind Arbeitsniederlegungen bei den Flughafenfeuerwehren, die für Frankfurt, München und Köln/Bonn angekündigt sind. Ohne Feuerwehr ist ein Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen nicht möglich.