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Wirtschaft Freihandels-Abkommen: Schweiz hat Nigeria im Visier

Bundesrat Johann Schneider-Ammann will auch in Afrika neue Freihandels-Abkommen schliessen, wie er im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin «ECO» erklärt. Zuoberst auf der Liste steht Nigeria, das bevölkerungsreichste Land des Kontinents.

Menschenmenge in Nigeria
Legende: 170 Millionen Menschen: Ein Freihandels-Abkommen mit Nigeria hat für die Schweiz in Afrika Priorität. Reuters

«Afrika ist für die Zukunft sicher ein wichtiger Kontinent», sagt der Wirtschaftsminister. Speziell von Interesse seien dabei die Länder südlich der Sahara.

Legende: Video Johann Schneider-Ammann zu Nigeria und der Bedeutung Afrikas abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus ECO vom 27.01.2014.

Mit diesen existierten bereits Handelsbeziehungen, die sich laufend verbessern würden, so Bundesrat Johann Schneider-Ammann am Rande des WEF gegenüber «ECO». «Und es gibt auch Ambitionen, Freihandels-Diskussionen führen zu wollen – zuvorderst auf der Interessensliste ist Nigeria.»

Bevölkerungsreichstes Land Afrikas

Kaum hat die Schweiz ein Freihandels-Abkommen mit China unterzeichnet respektive steht kurz vor der Vollendung eines solchen mit Indien – und damit mit den beiden bevölkerungsreichsten Länder Asiens, nimmt der Bundesrat nun das bevölkerungsreichste Land Afrikas ins Visier: Nigeria hat rund 170 Millionen Einwohner und damit fast doppelt so viele wie die beiden nachfolgenden Länder Äthiopien (rund 93 Millionen) und Ägypten (rund 85 Millionen).

Derzeit besitzt die Schweiz Freihandels-Abkommen erst mit den nordafrikanischen Ländern Ägypten, Tunesien und Marokko sowie mit der «Zollunion des südlichen Afrika» (SACU), zu der Südafrika, Botswana, Lesotho, Namibia und Swasiland gehören.

Mit Ländern aus West-, Zentral- oder Ostafrika hingegen existieren noch keine. Bei einem Freihandels-Abkommen mit dem westafrikanischen Land Nigeria würde sich somit auch eine neue Region wirtschaftlich öffnen.

Zusammen mit der EFTA

Weitere Angaben zu einem Abkommen mit Nigeria macht Bundesrat Schneider-Ammann keine. Allerdings dürfte die Schweiz ein solches nicht alleine aushandeln. «Im EFTA-Kontext diskutieren wir immer wieder das Thema Afrika», erklärt der Wirtschaftsminister.

Als Mitglied der Wirtschaftsorganisation EFTA, zu der noch Liechtenstein, Norwegen und Island gehören, hat die Schweiz denn auch fast alle ihre Freihandels-Abkommen abgeschlossen. Nur jene mit China, Japan, den Färöer-Inseln und der EU hat die Schweiz bilateral und damit ohne EFTA ausgehandelt.

«ECO»-Serie Afrika

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Aufschwung, Abenteuer, Ängste: In drei Teilen berichtet das Wirtschaftsmagazin «ECO» über Schweizer Unternehmer in Afrika. Vom 20.1. bis 3.2. – immer montags.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Das einzige Abkommen, welches mit diesem Staat ausgehandelt werden kann, ist, dass dieser endlich alle seine kriminellen Subjekte bedingungslos zurücknimmt; auch solche in Schweizer Gefängnissen (dann gibt es wieder Platz). Bundesrat Schneider-Ammann beweist einmal mehr, dass er als Bundesrat nicht mehr tragbar ist.
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    1. Antwort von P. Moser, Luzern
      @Räschter: Das von Ihnen gewünschte Nigeria-Abkommen gibt es nicht nur seit Jahren, sondern wird auch seit Jahren erfolgreich mit Nigeria praktiziert. Gemäss Gerüchten sollen sogar z.T. NICHT Nigerianer nach Nigeria ausgeschafft worden sein (solche Asylanten, welche die Staatenherkunft verweigern). Schneider Ammann ebnet die Basis für Investitionen und Arbeitsplätze vor Ort: Eine bessere Präventivmassnahme gegen Wirtschaftsflüchtlinge gibt es gar nicht K. Rätscher! Erkundigen, statt reklamieren!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Logisch, ihr habt ja demzufolge auch nicht so einen weltfremden Wirtschaftsminister wie wir. ich war 2002 einige Tage in Kapstadt. Wenn wir abends ausgingen und zu Fuss ein Stück laufen mussten, waren wir von bettelnden Kindern umringt. Die Ex Freundin meines Ex-Mieters aus Kapstadt erzählte mir, dass die Leute die Wohnzimmer die ganze Nacht brennen lassen, um sich so vor Einbrechern zu schützen.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Die Lichter im Wohnzimmer, nur die Lichter...;-D Aber ernsthaft, bei allen Haeusern brennt ein oder mehrere Aussenlichter, es hat Bewegungsmelder die sofort Licht anmachen sowie in den Haeusern haben wir Alarmsysteme, die die Raeume und Tueren UM die Schlaftrakte absichern.. und meist noch einen Elektrozaun.. STANDART, Siedlungen haben iR einen Elektrozaun + Security die permanent das Tor bewachen und patroullieren.. aber es ist trotzdem toll bei uns.. Ellenbogenfreiheit hat halt ihren Preis
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    2. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stanss
      Das kann ich Ihnen bestätigen. Es ist ein faszinierendes Land. Man soll die positiven Seiten eines Landes geniessen.
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  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    Solange eine Rücknahmegarantie ausgehandelt wird wäre ich aufgrund der nackten Zahlen auch dafür - auch wenn ich nicht glaube, dass dies unserer Bevölkerung kaum verkauft werden kann.
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