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Wirtschaft Führerlose Autos auf dem Radar der Versicherer

Sie sind das Thema dieser Tage am Genfer Automobil-Salon: Autos, die selber fahren. Bis solche Fahrzeuge auf Schweizer Strassen unterwegs sind, dürfte es zwar noch einige Zeit dauern. Viele Fragen sind noch offen: technische oder rechtliche. Die Versicherungen indes wären heute schon bereit.

Führerloses Auto
Legende: Technisch noch in den Kinderschuhen, aber schon auf dem Radar der Versicherer: Führerlose Autos. Keystone

Ob nun ein Mensch am Steuer sitzt und aufs Gaspedal drückt oder ob das Auto selber fährt: Versicherungstechnisch ändert sich wenig. Es gibt einen Fahrzeughalter, der dafür verantwortlich ist, was mit seinem Auto geschieht und sich versichern muss.

Schadensaufkommen dürfte sinken

Was sich ändern dürfte, ist aber die Höhe der Prämien. Diese werde sinken, sagt Dieter Gosteli, der bei der AXA Schweiz das Privatkundengeschäft leitet: «Wir passen natürlich die Versicherungsprämien jeweils dem Schadensverlauf an. Und wir rechnen wirklich fest damit, dass über autonome Fahrzeuge das Schadenaufkommen sinken wird. Und das begrüssen wir auch.»

Legende: Video Mein Auto, der Chauffeur abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
Aus 10vor10 vom 04.03.2015.

Mit selbstfahrenden Autos sollte die Zahl der Unfälle sinken. Denn es sind die Fahrzeuglenker, die heute die meisten Unfälle verursachen. Technische Mängel sind nur an jedem zehnten Unfall schuld. Aber was, wenn die Computer-Technik versagt? Dieter Gosteli: «Grundsätzlich haftet der Halter. Ausser er kann beweisen, dass er unschuldig ist. Beispielsweise bei einem technischen Versagen. Dann wird der Versicherer Rückgriff nehmen auf den Hersteller des entsprechenden Technikteils und versuchen, die Schadenssumme dort zurückzuerhalten.»

Heute schon konfrontiert

Schadensaufkommen und Schadenssummen dürften kleiner werden mit selbstfahrenden Autos, erklärt Gosteli weiter – trotz der umfangreichen, teuren Bord-Technik: «Das haben wir heute zum Teil schon. Denken sie nur an all die Assistenzsysteme, die heute verbaut werden. So ein dynamischer Abstandsradar ist auch nicht sehr günstig – also wir sind mit diesen Entwicklungen heute schon konfrontiert. Und da können wir damit umgehen.»

Die Versicherungen wären also heute schon bereit für führerlose Autos auf Schweizer Strassen. Ganz im Unterschied zu den Autoherstellern und der Politik.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von U.E.Romer, Zuerich
    Die selbstfahrenden Autos werden nie eine Marktchance haben. Ein Fahrzeuglenker will im Normalfall sein Fahrzeug selber im Griff haben. Beim Kauf eines Autos stehen Design und Verbrauch im Vordergrund. Oder wollen wir tatsächlich noch mehr telefonierende, zeitungslesende, tippende oder schlafende Strassenbenützer?
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  • Kommentar von S.Zulauf, Chur
    Also ich werde auch in Zukunft selber fahren, parkiere schon heute immer selber (ohne Parkautomatik) – wobei der Sensor ist wirklick praktisch – fahre immer ohne Spurassistent und ohne GPS und komme trotzdem immer pünktlich an! (Ich meine, sonst verblödet man ja!)
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  • Kommentar von M. Fischer, Buchs
    Was wenn ein Auto selbst parkt, und auf dem zu-wenig schnell bremst? Die Frage hinter der Frage ist mindestens so alt wie das Navi. Ist wirklich der Hersteller schuld weil der Fahrer -nach Naziansage- in den See gefahren ist? Wen wir Fortschritte in der Automatisierung wollen, brauchen wir eine Evolution der Versicherungsmodelle. Es muss möglich werden, die schuld einer Maschine zuzuweisen.
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