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Gelder veruntreut? Renault-Nissan-Chef festgenommen

Legende: Video Renault-Nissan-Chef festgenommen abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.11.2018.
  • Ermittler haben den Chef der Autoallianz Renault-Nissan, Carlos Ghosn, in Japan festgenommen.
  • Nissan hat die Festnahme bestätigt.
  • Zuvor hatte der Autobauer bekanntgegeben, der Top-Manager habe den Behörden sein eigenes Einkommen als deutlich zu niedrig angegeben.
  • Zudem soll er Firmenvermögen veruntreut haben.

Nissan-CEO Hiroto Saikawa sprach an einer Pressekonferenz von einem finanziellen Fehlverhalten Ghosns, das schwer wiege und nicht hinnehmbar sei. Nissan wurde laut eigenen Angaben durch einen Whistleblower auf die mutmasslichen Vorfälle aufmerksam.

Gestikulierender Mann
Legende: Der 64-jährige Ghosn gilt als einer der mächtigsten Männer der Autoindustrie. Keystone

Aktien brechen ein

Er werde dem Verwaltungsrat deshalb bei der Sitzung am Donnerstag vorschlagen, Ghosn den Vorsitz zu entziehen, so Saikawa. Es gehe jetzt darum, Auswirkungen auf das Tagesgeschäft und die Beziehungen zu Renault zu vermeiden. Die Aktien von Renault und Nissan brachen ein.

Ghosn gilt als einer der schillerndsten Manager der Automobilindustrie und als zentrale Figur in der Allianz der drei Autobauer Nissan, Renault und Mitsubishi.

Die französische Regierung, Hauptaktionär von Renault, versicherte umgehend, für den Fortbestand des Firmenbündnisses sorgen zu wollen. Präsident Emmanuel Macron erklärte in Brüssel, die Regierung werde hier sehr wachsam sein. «Es ist zu früh, etwas über den Wahrheitsgehalt der Anschuldigen zu sagen», erklärte er.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Es ist schon unglaublich, da verdient ein Mann schon sehr viel und hat trotzdem nicht genug. Mit Betrug wird er noch reicher. Was ist in den Chefetagen los, dass viele Bosse den Hals nicht voll genug kriegen. Da soll das Volk noch vertrauen zu ihren Bossen haben. Leider ist bei uns in den Staatsbetrieben anscheinend nicht anders. Wo führt das alles hin?
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Das sieht eher nach einem internen "Putsch" der Japan-Fraktion aus. Ghosn hat zwei serbelnde Autokonzerne mit einer geschickten Zusammenarbeit erfolgreich wieder auf Vordermann gebracht und damit tausende von Jobs gerettet und neu geschaffen. Nun versuchen interne Neider mit wenig koscheren Methoden, aber durchaus politischen Gründen und notabene auf Kosten der Firma, die Macht an sich zu reissen.
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