- Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins ein weiteres Mal bei 0 Prozent.
- Damit legt die SNB zum vierten Mal in Folge eine Zinspause ein.
- Die SNB folgt auch dem Entscheid der US-Notenbank FED. Diese hatte am Mittwochabend den Leitzins wie erwartet unverändert belassen.
Die Bereitschaft der SNB, am Devisenmarkt zu intervenieren, sei weiterhin erhöht, teilte die SNB im Rahmen der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung mit.
SNB sieht geringe Inflationsgefahr
Die SNB spricht seit dem letzten März von einer «erhöhten Bereitschaft». Sie wolle bei Bedarf aber weiterhin am Devisenmarkt eingreifen, um eine zu starke Aufwertung des Frankens zu verhindern.
Den Ausschlag für die verlängerte Zinspause gab, dass sich der mittelfristige Inflationsdruck seit der letzten Lagebeurteilung kaum verändert hat. Zwar stieg die Teuerung laut der SNB zuletzt wegen höherer Energiepreise auf 0.6 Prozent an. Die Nationalbank rechnet aber damit, dass dieser Effekt mit der Zeit nachlässt.
Die SNB sieht die Preisstabilität damit weiterhin gewährleistet. «Unsere Geldpolitik ist angemessen, um die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und sie stützt die Wirtschaftsentwicklung», sagte SNB-Präsident Martin Schlegel.
Für die Schweizer Wirtschaft prognostiziert die SNB für das laufende Jahr unverändert ein Wachstum von rund 1 Prozent und für 2027 von rund 1.5 Prozent.