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Grösste Übernahme in 25 Jahren Wird Adecco Weltnummer zwei in der IT-Beratung?

  • Adecco will zwei Milliarden Euro ausgeben, um die belgische Technikberatungs-Firma Akka in ihre IT-Sparte zu integrieren.
  • Vonstattengehen soll die Übernahme im Sommer 2022.
  • Als Erstes kauft die Personalvermittlerin die Anteile der Familie Ricci und Swilux. Somit erhält sie die Kontrolle über Akka.
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Aus dem Archiv: Bei Adecco läuft es gut
Aus Tagesschau vom 10.08.2017.
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Der Kauf stärke die Technologiesparte von Adecco, sagt CEO Alain Dehaze an einer Telefonkonferenz. Diese Sparte heisst Modis und stellt Unternehmen IT-Expertinnen und Experten zur Verfügung, die Beratungen und Weiterbildungen durchführen.

Derzeit arbeiten dort über 30'000 Digitalexpertinnen und Ingenieure. Nun soll die Technikberatungs-Firma Akka integriert werden. Laut Dehaze kommen rund 20'000 Mitarbeitende dazu.

Die belgische Technikberatungs-Firma

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Akka ist im Bereich Ingenieur- und Technikberatung tätig. Der Hauptsitz der Gesellschaft liegt in Brüssel. 2020 erzielte sie einen Umsatz von 1.5 Milliarden Euro. Einen Verlust unter dem dem Strich gab es im Coronajahr. Jedoch erzielte man einen Gewinn im Jahr zuvor.

Wenn Modis und Akka zusammengelegt werden, gibt es eine neue Nummer zwei auf dem Weltmarkt in der IT-Unternehmungsberatung. An der Spitze ist Capgemini. Zudem ist es für Adecco die grösste Übernahme seit dem Zusammenschluss von Adia und Ecco 1996.

Legende: Adecco-CEO Alain Dehaze will seine Technologiesparte Modis ausbauen. (Archivfoto vom WEF 2019) Keystone

Laut Dehaze wachse das Geschäft rasch und sei profitabel. «Und nicht zuletzt ist es weniger abhängig von den Schwankungen in der Volkswirtschaft.»

Nun sind wir nicht nur im Bereich der Personal- und Fachkräftevermittlung ein global führendes Unternehmen, sondern auch im Technologiesektor.
Autor: Alain Dehaze Adecco-CEO

Dies sei Teil ihrer Strategie, sagt Dehaze. «Nun sind wir nicht nur im Bereich der Personal- und Fachkräftevermittlung ein global führendes Unternehmen, sondern auch im Technologiesektor.»

Formales Angebot fehlt

2 Milliarden Euro fordert Akka für die Übernahme. Adecco finanziert 1.5 Milliarden durch Anleihen. Zusätzliche 350 Millionen kosten die weiteren Aktien. Was es momentan braucht, ist unter anderem ein formales Angebot. Jedoch waren die Mehrheitsbesitzenden der Techfirma aus Brüssel bereits einverstanden, ihren Anteil von 60 Prozent des Kapitals zu verkaufen.

Halbjahreszahlen von Adecco

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Der Umsatz in Euro stieg auf 5.26 Milliarden. Das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei diesem Vergleich muss aber berücksichtigt werden, dass das Geschäft im Vorjahreszeitraum massiv litt unter den Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Der operative Gewinn der Personalvermittlerin verdreifachte sich im zweiten Quartal auf 237 Millionen. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 145 nach 21 Millionen im Vorjahresquartal.

Im Ausblick gab sich Adecco unkonkret. Die Umsätze im Juni hätten um 23 Prozent zugenommen, hiess es. CFO Coram Williams sagte, dass die Mutationen des Coronavirus wohl nur einen begrenzten Einfluss auf das Geschäft hätte. Der Grund sei die fortgeschrittenen Impfkampagnen.

SRF 4 News, 28.07.2021, 08:00 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    >ironie /on: Personalvermittler macht auf IT. Was bei sowas herauskommt ("ich hab' mit Jimdoo ne Homepage gemacht"), kann man in jeder grossen Unternehmung intern sehen. Passt. :-) >ironie /off