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Half die UBS französischen Steuersündern beim Verstecken ihres Geldes?
Aus Tagesschau vom 07.10.2018.
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Grossbank vor Gericht Der Anfang vom Ende des Prozesses gegen die UBS

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab Montag stehen die UBS und einige ihrer ehemaligen Angestellten in Frankreich vor Gericht.
  • Die Anklagepunkte sind illegale Anwerbung von Kunden und Geldwäscherei. Für die UBS könnte der Fall teuer werden.
  • Der Prozess gegen die Grossbank wird voraussichtlich sechs Wochen dauern.

Der Prozess vor dem Pariser Strafgericht ist der Schlusspunkt eines jahrelangen Verfahrens der französischen Justiz. Sie hatte bereits 2011 gegen die UBS eine Voruntersuchung eingeleitet, 2012 wurde dann das offizielle Verfahren eröffnet. 2014 wurde die UBS zur Hinterlegung einer Kaution von 1,1 Milliarden Franken verpflichtet.

Im September 2015 übernahm eine auf Steuerdelikte spezialisierte Justizbehörde den Fall, die schliesslich gegen sechs Personen sowie gegen die UBS Gruppe und deren Tochterfirma UBS France Anklage erhob.

Mögliche Busse von bis zu 10 Milliarden Euro

Die ehemaligen Angestellten der Grossbank müssen sich wegen Geldwäsche von Erträgen aus Steuerbetrug und unerlaubter Anwerbung von Kunden verantworten. Dabei stehen ein ehemaliger Bürochef der UBS-Filiale in Lille, ein ehemaliges Geschäftsleitungs-Mitglied der UBS France und vier ehemalige Manager der UBS Gruppe, die in dieser Zeit für Frankreich zuständig waren, vor Gericht.

Die Anklage gegen die UBS selbst lautet auf Geldwäscherei. Für Geldwäscherei sieht das französische Gesetz Bussen von bis zur Hälfte der gewaschenen Vermögenswerte vor. Diese beziffert die französische Justiz auf 8 bis 10 Milliarden Euro.

Das UBS-Gebäude mit Schriftzug
Legende: Seit sechs Jahren läuft das Verfahren der französischen Justiz gegen die UBS. Reuters

UBS gibt sich kämpferisch

Die Grossbank gibt sich vor dem Prozess kämpferisch. «Nach mehr als sechs Jahren Verfahren werden wir endlich die Gelegenheit haben, auf die unbegründeten und oft den Medien zugespielten Anschuldigungen antworten zu können», schreibt die UBS auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Die Bank werde ihre Position vor Gericht mit Nachdruck vertreten.

Für den Prozess sind sechs Wochen vorgesehen. Weil in solchen Fällen jedoch häufig die Anwälte der Angeklagten auf Rückweisung oder auf Nichtigkeit der Anklage plädieren, könnte der Prozess schon am ersten Tag auf später verschoben werden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Terrieur  (Imfeld)
    DAS BANKGEHEIMNIS = Mitsünder!!!
  • Kommentar von Adrian Flükiger  (Ädu)
    Gangster. Man soll sowohl die Betrüger, also die französischen Steuersünder, als auch die willfährigen Handlanger, sowohl die Kundenberater wie die jeweilige Bank, zu möglichst saftigen Bussen verdonnern und/oder einsperren.
  • Kommentar von Roland Gadient  (Roland Gadient)
    Herr Weber, der französische Staat verklagt doch seine Bsnken mit Sitz im Ausland nie und nimmer, das geht nach dem Spruch 'vive la France, oder Amerika First' da ist alles erlaubt, oder
    1. Antwort von Steff Stemmer  (Steff)
      Herr Gadient, verklagt die Schweiz denn Schweizer Banken? Im Gegenteil, dank der SVP und der FDP haben wir immer noch das Inland Bankgeheimnis, welches wie geschaffen ist um Steuern zu hinterziehen! So wie immer noch unterschieden wird, zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug! Wie benennen Sie den das? Swiss supports the rich?