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Legende: Video Decathlon will den Schweizer Sportmarkt erobern abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.08.2019.
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Grossflächiger Markteintritt Decathlon lässt die Muskeln spielen

Eigenmarken, günstige Preise, grosse Auswahl – mit dieser Formel will der französische Konzern in der Schweiz in einem gesättigten Markt Fuss fassen.

Mit der Eröffnung einer grossen Vorzeige-Filiale im Zentrum von Zürich will der französische Sportartikel-Konzern Decathlon zeigen, dass er auch in der Deutschschweiz mit einem riesigen Sortiment und tiefen Preisen den Ton angeben will. Der Verkauf von Sportausrüstung ging im letzten Jahr um vier Prozent zurück. Will Decathlon wachsen, wird das nur zu Lasten der bisherigen Platzhirsche gehen.

Der Discounter sorgt für grosse Konkurrenz

Bis Ende Jahr sollen bereits 24 Decathlon-Läden in der Schweiz um Kunden werben. Den heimischen Sportartikel-Markt teilen sich heute die Migros-Tochter SportXX, Ochsner-Sport, TransA und viele kleine, meist auf Nischen spezialisierte Geschäfte auf. Decathlon ist als internationaler Konzern organisiert und kann vor allem bei den Preisen die Muskeln spielen lassen. So sind zum Beispiel Rucksäcke bereits für unter zehn Franken zu haben. Das Geheimnis sind günstige Eigenmarken, die rund 90 Prozent des Angebots ausmachen. Inzwischen ist Decathlon mit 1500 Läden in fünfzig Ländern präsent und beschäftigt weltweit 87'000 Mitarbeiter.

Bis Ende Jahr wollen die Franzosen in der Schweiz rund 1000 Personen in ihren Filialen beschäftigen. Das schnelle Wachstum ist möglich, weil Decathlon die Geschäfte von Athleticum vom Schweizer Warenhaus-Konzern Maus-Frères übernommen hat. Auch ein grosser Teil der 400 Mitarbeiter arbeitet bald unter dem Decathlon-Logo.

Bisher war Decathlon vor allem in der Westschweiz präsent. Mit einem Online-Angebot versuchte man diese Marktchancen in der ganzen Schweiz auszuloten. In der Deutschschweiz muss der Markenname Decathlon noch mit viel Werbeaufwand etabliert werden.

Für die traditionellen Sport-Fachgeschäfte bedeutet der flächendeckende Markteintritt von Decathlon eine weitere Herausforderung. Denn schon jetzt drohen immer mehr Umsatz-Prozente in den Online-Handel abzuwandern.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Bei den hohen Gewinnmarchen im Sportartikelgeschäft, insbesondere in der Sportbekleidung, ist es wenig verwunderlich, dass mehr Konkurrenten am Kuchen teilhaben wollen. Das war m.E. nur eine Frage der Zeit.
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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Hauptsache für viele Konsumenten billig, billiger... Dann klagen sie wieder über Mehrverkehr, über Kinderarbeit, unschöne Arbeitsbedingungen in Ländern wo das produziert wird. Aber Hauptsache billig. Was wollt ihr Schweizer wirklich? Billig, Qualität oder vernünftige Preise mit guter Qualität?
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  • Kommentar von Adriano Granello  (Adriano Granello)
    Im Sinne einer Berichtigung: Gemäss NZZ 5.8.18 wurde doch ein TEIL von Athleticum an Decathlon verkauft, Maus Frères sitze dafür im VR von Decathlon, über den Verkaufspreis seien keine Details bekannt. Das erinnert doch sehr an den Markteintritt von Careffour in der Schweiz, wo hinter den Kulissen Maus Frères und Coop werkelten. Als Carreffour nicht den geplanten Erfolg zeitigte, verschwand der französische Anbieter wieder und Coop eröffnete in den Ex-Jumbo/Ex-Carrefour-Läden seine Megastores.
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