Zum Inhalt springen
Inhalt

Wirtschaft Gute Aussichten für die Schweizer Wirtschaft

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich schätzt die Konjunktur in der Schweiz positiver ein als noch im Sommer. Sie erhöht ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr.

Die Konjunkturforscher der KOF an der ETH sind optimistischer als noch vor einigen Monaten. Sie rechnen damit, dass die Nachfrage aus dem Ausland nach Gütern und Dienstleistungen in den kommenden Monaten anzieht und die Schweiz mehr exportieren kann. Das gebe der Wirtschaft zusätzlichen Schub. Bisher war die Binnenwirtschaft eine wichtige Stütze für die Wirtschaft, speziell die Bauwirtschaft und der private Konsum.

Die KOF rechnet neu mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent im laufenden Jahr (bisher 1,4 Prozent). Die Erholung im Euroraum dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Im kommenden Jahr erwartet die KOF eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) als Gradmesser für das Wachstum von 2,1 Prozent (bisher 2 Prozent).

Preise steigen wieder

Wenig Hoffnung machen die KOF-Prognostiker den Arbeitslosen: Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz bleibe zwar tief, sinke trotz der guten Wirtschaftsentwicklung aber kaum noch. Die Konsumentenpreise stiegen wieder leicht an, heisst es in der Herbstprognose weiter. Die Teuerung soll sich im kommenden Jahr auf 0,5 Prozent belaufen.

Die KOF erwartet eine relativ stabile internationale Konjunkturentwicklung, von der die Schweizer Wirtschaft profitieren werde. Chinas Wachstum scheine sich zu stabilisieren, und auch Japans Wirtschaft expandiere. Allerdings dürfte diese Erholung nicht nachhaltig sein. Die Erholung im Euroraum dürfte viele Unternehmen dazu veranlassen, ihre aufgeschobenen Investitionsvorhaben zu realisieren und die Produktion auszuweiten.

Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich ist 75 Jahre alt. Sie entstand nach der Wirtschaftskrise der 30-er Jahre, weil der Landesregierung damals objektive Daten für ihre Konjunkturentscheide gefehlt hatten. Im Gründungsjahr 1938 arbeiteten vier Personen bei der KOF, mittlerweile sind es 50 Leute. Ihr Leiter ist Jan-Egbert Sturm.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Max Hug, Luzern
    Nein, das sind SCHLECHTE Aussichten. Die Illusion des steten Wachstums ist selbstzerstörerisch, denn: -- Ein Wachstum von jährlich 2% führt innnert 35 Jahren zu einer Verdoppelung, innert 70 Jahren zu einer Vervierfachung, innert 105 Jahren zu einer Verachtfachung, innert 350 Jahren gar zu einer Vertausendfachung der wirtschaftlichen Produktion. Der Mensch wird daran unweigerlich ersticken. Wir versinken schon jetzt im Strassenverkehr, Betonwüsten und in der Bevölkerungsexplosion. Aufhören!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von gerhard Himmelhan, 3904 naters
      Max Hug, da haben sie vollkommen recht.Das weiss man schon lange.Wie würde die Schweiz int. dastehen ohne Wachstum. 4 v.10Firmengründungen sind ausländisch. Also bringt man das Personal grad mit,billiger weil hier nicht ausgebildet werden muss! Höheres BIP mehr Steuern fliessen,der Staat kann Strassen rep. Hallenbäder bauen usw. Binnenkonsum steigt, ein Teufelskreis. Vor Jahrzehnten hats funktioniert! Aber eben den fünfer und das Weggli und des Bäckers Tochter zusammen geht nicht. Gruss
      Ablehnen den Kommentar ablehnen