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Gutes Geschäftsjahr für AHV
Aus Tagesschau vom 06.02.2020.
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Gutes Jahr für AHV AHV-Anlagen schaffen zweitbestes Ergebnis – doch das täuscht

  • Im Jahr 2019 warfen die Anlagen von Compenswiss, dem Fonds, der die Gelder von AHV, IV und EO verwaltet, über zehn Prozent Rendite ab.
  • Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Gründung der AHV im Jahr 1948.
  • Doch das löse die strukturellen Probleme dieser Versicherung nicht, sagt Eric Breval, Direktor von Compenswiss.

Die Compenswiss kann für letztes Jahr ein Rekordergebnis vermelden. Unter dem Strich warfen die Anlagen des Fonds 2019 über zehn Prozent Rendite ab. Der Fonds, der die Gelder von AHV, IV und Erwerbsersatzordnung verwaltet, hat viel Geld in einem grossen Topf. In diesen hinein fliessen die Beiträge von Arbeitnehmern und -gebern sowie von Selbständigen, die Bundesbeiträge und die Erträge aus den Finanzanlagen.

Hinaus fliessen vor allem Renten, aber auch Zahlungen an Frauen im Mutterschaftsurlaub und IV-Bezüger. In der Regel ist in den letzten Jahren mehr ab- als hineingeflossen. Ende 2019 aber lagen 36.4 Milliarden Franken im Topf, über zwei Milliarden Franken mehr als im Jahr zuvor.

Eric Breval, der Direktor von Compenswiss, erklärt: «Die Finanzmärkte waren im Vergleich zum Jahr 2018 sehr positiv. Deshalb haben wir eine sehr gute Performance geleistet.» Gut abgeschnitten haben vor allem die Aktien, in die Compenswiss investiert hat. Sie allein sind für rund fünf der insgesamt über zehn Prozent Rendite verantwortlich.

Mal Gewinn, mal Verlust

Die Aktien und anderen Anlagen von Compenswiss können aber auch anders. Das haben sie 2018 gezeigt, als das Anlagevermögen von Compenswiss um über vier Prozent verlor. Normal dürfte 2019 also nicht sein, betont Breval: «Es ist die zweitbeste Performance seit der Gründung der AHV 1948. Klar, es scheint mir ein Ausnahmejahr zu sein.»

Der Compenswiss-Direktor schaut optimistischer als auch schon in die Zukunft, nicht nur wegen des guten Abschneidens der Anlagen, sondern, weil ab diesem Jahr zwei zusätzliche Milliarden Franken in den Topf fliessen, den er verwaltet. Es ist nämlich Geld, das nach dem Volks-Ja zur Steuerreform und zur AHV-Finanzierung fliesst.

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Grösste Sorge der Schweizer ist die AHV
Aus Tagesschau vom 05.12.2019.
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Trotz zusätzlicher fixer Einnahmen und einem guten Börsenjahr im Rücken, sei das grundsätzliche Problem der AHV – nämlich dass immer weniger ArbeitnehmerInnen die Renten von immer mehr Pensionierten finanzieren – nicht gelöst, warnt Breval: «Ein positives Anlagejahr wie 2019 würde helfen. Aber das strukturelle Problem der AHV wird es nicht lösen. Dafür braucht es politische Entscheide und dafür sind wir nicht zuständig.»

Ergebnis wird politisch ausgeschlachtet werden

In erster Linie zuständig ist Sozialminister Alain Berset und letztlich das Parlament. Dort werden wohl links wie rechts das Rekordergebnis der AHV auf ihr Anliegen umzumünzen wissen – für den Aus- oder den Umbau der AHV.

Rendez-Vous, 6.2.2020, 12:30 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es wird hier auch wieder auf hohem Niveau gejammert, dass die AHV bald Pleite gehen wird, wenn nicht schnell gehandelt werde. Wenn ich aber den Bericht des Kassensturzes lese, dient die Jammerei nur zum angst machen. Die grosse Zuwanderung vieler Arbeitskräfte bringen auch Geld. Und die AHV wie auch die 2.Säule müssen ja nicht sofort das ganze Kapital auf einmal auszahlen.
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  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Das Reporting der CAS („AHV Fond“) unterliegt Staatsrecht, d.h. sie können nicht verglichen werden. Einfache Frage: wie werden Gewinne v. Aktien einbezogen? Nach Kauf-, Verkaufsdatum oder bei Realisation des Gewinns. Was heisst Rendite? Welche? Die CAS unterliegt noch nicht einmal den Rechnungsstandards des OR. die PKs schon, die zufällig auch ca 12% Rendite einfuhren, nur ist diese Zahl vergleichbar, da an Rechnungslegungsstandards gebunden. Darum: leider kaum Infogehalt des Artikels. Schade.
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    1. Antwort von Infogehalt des Artikels (SRF)
      @Lily Mathys, Besten Dank für Ihren Kommentar. Der Infogehalt des Artikels liegt darin, dass das Anlagevermögen von Compenswiss im letzten Jahr stark zugenommen hat und dass Compenswiss dank der zusätzlichen Mittel aus der STAF nun besser aufgestellt ist, aber trotzdem weiterhin Handlungsbedarf für die strukturellen Probleme sieht. Die finanztechnischen Fragen, die Sie aufwerfen, sind durchaus berechtigt. Es scheint uns aber legitim, in diesem Format nicht ganz so stark ins Detail zu gehen.
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  • Kommentar von Pit Burncorner  (PiBi47)
    Warum werden trotz gutem Resultat:
    - die Rente 2020 nicht erhöht,
    - Heiratsstrafe nicht endlich abgeschafft?
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    1. Antwort von Jonny Berger  (Landkind)
      Im 2018 hat der AHV-Fonds ein Minus gemacht, genau wie die allermeisten BVG-Kassen übrigens auch. Trotzdem wurde ob diesem Negativresultat keinem Rentner die Rente gekürzt. Die AHV, IV und PK-Renten werden eigentlich nur der Teuerung angepasst. Da die in den letzten Jahren praktisch nicht da war, gab es auch keine grossen Anpassungen. Also hat ein gutes Anlagejahr für Rentner eigentlich keine Auswirkungen.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Herr Berger was sie da schreiben stimmt nicht.Die letzte Rentenerhöhung vor 2019 fand 2015 statt. Die 2017 viel aus. Renten die nicht erhöht werden sind Rentenkürzungen. Fakt ist das auch die Rentenerhöhungen die Lebenshaltungskosten nicht abdecken. Der Warenkorb von dem der Bund spricht hat nichts mit meinem Realen Leben zu tun.
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