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Kartellbusse für Bell-Tochter
Aus Tagesschau vom 15.07.2014.
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Wirtschaft Hohe Kartellbusse gegen Bell in Deutschland

Der Fleischverarbeiter Bell bekommt vom deutschen Kartellamt wegen Preisabsprachen eine Busse in dreistelliger Millionenhöhe aufgebrummt. Gegen die deutsche Coop-Tochter ist von der Behörde ein Bussgeld von rund 121 Millionen Franken verhängt worden.

Bell betrachte den Entscheid des deutschen Bundeskartellamtes als ungerechtfertigt und werde sich dagegen umfassend verteidigen, so die Coop-Tochter. Der Fleischverarbeiter ist zu 66,3 Prozent in der Hand von Coop.

Konkret habe die deutsche Behörde gegen die ehemalige Zimbo Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG und Abraham GmbH wegen unerlaubter Preiskoordinierung ermittelt.Bell hatte sich 2008 mehrheitlich an Zimbo beteiligt und Anfang 2009 die Mehrheit am deutschen Schinkenspezialisten Abraham übernommen. Im September 2012 wurden die beiden Unternehmen zu Bell Deutschland fusioniert, gegen welche sich die Busse richtet.

Mehrere Wurstfirmen im Fokus

Der ergangene Bussgeldbescheid sei sachlich falsch und rechtlich verfehlt, schreibt Bell. Die Bussgeldhöhe sei zudem in einer margenschwachen Industrie gänzlich unverhältnismässig. 100 Millionen Euro sind für Bell wahrlich kein Pappenstiel: Der Fleischverarbeiter erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 bei einem Umsatz von 2,62 Milliarden Franken einen Reingewinn von 76,6 Millionen Franken.

Audio
Bell droht 100-Millionen-Busse wegen Kartellabsprachen
01:23 min, aus Heute um Vier vom 15.07.2014.
abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.

Überdies würden sich die Vorwürfe auf einen Zeitraum vor der Übernahme von Zimbo und Abraham beziehen, so Bell weiter. Die endgültige gerichtliche Klärung dieses Vorgangs werde voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Wegen verbotener Preisabsprachen verhängte das deutsche Kartellamt am Dienstag Geldbussen von mehr als 338 Millionen EUR gegen insgesamt 21 Wursthersteller, darunter neben Bell auch Marken wie Böklunder, Herta, Meica, Rügenwalder und Wiesenhof.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber , Basel
    Ausgerechnet von dem Deutschen Staat, welcher seblst vor Koruption und Helehrei nicht stopp macht. So nicht Deutschland, wir wissen ihr braucht Geld, aber sicher nicht auf diesem Weg. Gebt die EU auf, und führt die Neue Deutsche Mark ein, dann wird es euch sehr blad besser gehn.
    1. Antwort von A. Scheifele , Kaltental
      "von dem Deutschen Staat" ist die Schweiz wirtschaflich abhängig, da sollte man darüber nachdenken und nicht nur Schmutz ausschütten!
    2. Antwort von Marcel Chauvet , Weißenstadt
      @Gerber: Ihren netten Ausführungen ist zu entnehmen, dass bei Eidgenossen wie Ihnen oder gar allgemein die Vokabel "Verbraucherschutz" eine große Unbekannte ist. Und Ihre Ratschläge, die EU aufzugeben und wieder die Deutsche Mark einzuführen, lösen bestimmt an Stammtischen bei entsprechend strukturierten Trinkkumpanen und 10 Bierchen helle Begeisterung aus, die jedoch bei denen, die im Management oder in der Außenwirtschaft Geld reinholen müssen, sehr reserviert aufgenommen werden.
  • Kommentar von Anke Strebel , Winterthur
    Hab ich da etwas falsch verstanden? Die CS und UBS können ihre Bussen von den Steuern abziehen. Könnte Bell doch dann auch so handhaben.
  • Kommentar von baumann andreas , amriswil
    margenarme branche ..looool das ich nicht lache , die schweiz verdient sich ne goldene krone mit den lebensmittel preisen , mann sollt vieleicht mal darüber nachdenken warum es im ausland so günstig ist und trotzdem verdienst drinn ist.
    1. Antwort von W. Busch , Sontheim
      ... weil in der Schweiz die eigenen Leute über den Tisch gezogen werden! upps