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Der teure Traum vom Eigenheim
Aus ECO vom 14.01.2019.
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Immobilienmarkt Schweiz Das Jahr der Mieter

Neuste Zahlen zeigen: Wohneigentum wird noch teurer. Bestehende Mieter bezahlen weniger.

Der Traum der eigenen vier Wände – in der Schweiz noch immer verbreitet. Wer genügend Eigenkapital hat, kann profitieren. Doch er muss immer tiefer in die Taschen greifen.

Laut aktuellen Zahlen des Immobilien-Bewertungs-Unternehmens IAZI stiegen die Preise für Wohneigentum im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent. Eindrücklicher ist die Preisentwicklung für Eigentum der letzten zehn Jahre. In Zürich stiegen die Preise um 71 Prozent.

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Donato Scognamiglio: "Mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen können sie die Zentren vergessen".
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«Mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen einer Familie können Sie Zürich, Basel, Bern, Genf und Lausanne vergessen», kommentiert IAZI-Chef Donato Scognamiglio die Situation.

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So sind die Preise für Wohneigentum gestiegen
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In Zeiten tiefer Hypothekarzinsen entscheiden sich viele trotz happiger Aufschläge dennoch für Wohneigentum. Dabei bestehen Risiken, wenn die Zinsen dereinst ansteigen. Eigentümer kommen an ihre Belastungsgrenze.

Platzt die Immobilienblase und sinken darauf die Preise für Eigentum, können die Banken Nachzahlungen verlangen.

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Das sind die Risiken beim Immobilien-Kauf
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Geht es um die Frage, ob man sich ein Haus oder eine Wohnung noch leisten kann, spielen jedoch persönliche Umstände eine noch grössere Rolle, meint IAZI-Chef Donato Scognamiglio : «Ein Supergau ist in der Regel nicht die Zinserhöhung, sondern eine Scheidung».

Tiefere Mieten - ausser in den Zentren

60 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind Mieter. Viele von ihnen können sich Wohneigentum nicht leisten. Dafür können sie von Mietzins-Reduktionen profitieren - vor allem Mieter, die seit längerem in derselben Wohnung wohnen und nicht vorhaben, umzuziehen. Ihre Mieten, die Bestandsmieten, sinken seit 2010 stetig.

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Entwicklung der Mieten
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Die Angebotsmieten, also Mieten für ausgeschriebene Wohnungen, sinken zwar seit 2017 schweizweit leicht, aber nicht überall. «Es gibt immer mehr Angebote, jedoch nicht in den Zentren und den Städten», sagt Donato Scognamiglio.

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Donato Scognamiglio: Ein gutes Jahr für Mieter in der Agglomeration
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Sinkende Preise in den Ferienregionen

Wer es sich leisten kann, kauft zusätzlich Wohneigentum in den Bergen. Die Preise dafür gehen zwar im Jahresvergleich generell zurück, wie Zahlen von IAZI für 2018 zeigen. Am stärksten in Davos (-5.6%) und im Oberengadin (-3.7%).

Das Angebot von Ferienwohnungen ist – auch sechs Jahre nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative – noch immer gross. Immobilienbesitzer haben zum Teil unrealistische Preisvorstellungen.

Luxuswohnungen sind zunehmend schwer zu verkaufen, wie die «ECO»-Reportage zeigt. In Brigels stehen Ferienwohnungen für bis zu 1,5 Millionen Franken zum Verkauf, in Silvaplana sogar für 6 Millionen.

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Ferienwohnungen: Preise unter Druck
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Ein weiterer Grund dafür, dass die Preise für Wohneigentum in den Ferienregionen sinken, sei, dass ausländische Käufer fernblieben, meint Donato Scognamiglio. Dies aus verschiedenen Gründen. Einer davon sei der automatische Informationsaustausch, der die Steuerhinterziehung verhindern soll: «Sie können heute ihr Geld nicht mehr unversteuert in den Schweizer Bergen parkieren».

Doch weil die Begrenzung von Ferienwohnungen in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben ist, rechnet Scognamiglio damit, dass die Preise in schneesicheren Regionen mittelfristig wieder steigen werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Dieser Trend hat eine ganz einfache Erklärung: Mit der der drohenden Abschaffung der Besteuerung des Eigenmietwertes, werden für wohlhabende Wohneigentümer neue gigantische Steuerlöcher geschaffen. D.h. die steuerliche Benachteiligung von Mietern gegenüber Wohneigentümern wird massiv vergrössert . Deshalb versucht nun jeder, das sinkende Schiff "Mieten einer Wohnung" so rasch als möglich zu verlassen, was die Nachfrage nach Wohneigentum extrem erhöht und die Nachfrage von Mietwohnungen reduziert
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Herr Dupont, Wohnbaugenossenschaften Gründen und die Mietbelastung sinkt massiv, es muss keine Rendite erwirtschaftet werden, die Hypoth. können schneller Amortisiert werden und Rückstellungen für Erneuerungen sind auch möglich, ist auch steuertechnisch besser und man ist erst noch Miteigentümer! Wohne seit 10Jahren so und es ist super!
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    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Werter Hr Heusser, da gebe ich Ihnen weitgehend Recht, denn nebst der steuerlichen Diskriminierung der Mieter kommt noch hinzu, dass in der Schweiz die Mieter extrem schlecht geschützt sind und durch die meisten (privaten) Vermieter als eierlegende Wollmilchsau genutzt werden. Bei vielen Mietern wird bei Hypothekarzinserhöhung die Miete postwendend erhöht und bei Senkungen folgt eine Mietzinsreduktion erst verzögert. Kommt hinzu, dass Vermieter den Eigenkapitalertrag der Teuerung anpassen dürfen
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    3. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Und noch etwas, Dank der BG konnten wir 2014 unsere 2 MFH Kernsanieren und sind CO2 neutral, haben LWP und Fotovoltaik und NK sind nach dem Verursacherprinzip (inkl. Heizung, WW÷KW sowie Ara) ausserdem konnten wir mit der KB sehr günstige FH aushandeln und die Mietzinse sind auf 10 Jahre fix!
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