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Stellungnahme der Italienischen Wettbewerbsbehörde
Aus News-Clip vom 05.03.2014.
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Wirtschaft Italien fordert von Roche und Novartis 180 Millionen Euro

Die italienischen Wettbewerbsbehörden haben gegen die Basler Pharma-Riesen Novartis und Roche Millionenbussen ausgesprochen. Der Vorwurf: Wettbewerbswidrige Preisabsprache.

Schlechte Nachrichten für Novartis und Roche aus Italien: Die italienischen Wettbewerbsbehörden haben gegen den beiden Basler-Pharmakonzernen eine Busse in der Höhe von 180 Millionen Euro verhängt. Sie beschuldigen die beiden Unternehmen der wettbewerbswidrigen Preisabsprache bei zwei Medikamenten.

Novartis muss demnach 92 Millionen Euro zahlen. Die Busse für Roche beträgt 90,5 Millionen Euro, teilte die Wettbewerbsbehörde mit. Beide Unternehmen verurteilten den Entscheid aufs schärfste und wollen ihn anfechten.

Illegale Zusammenarbeit

Konkret geht es um die Medikamente Lucentis von Novartis und Avastin von Roche. Die beiden Konzerne sollen zusammengearbeitet haben, um den Einsatz des Mittels Avastin gegen die Augenkrankheit AMD – eine altersbedingte Krankheit, welche zu starken Sehbehinderungen führt – zu unterbinden.

Stadtessen sollte vermehrt das teurere Novartis Produkt Lucentis verwendet werden. Dieses kostet pro Flasche 1200 Euro. Aus Preisgründen setzten Ärzte aber oft das Krebsmedikament Avastin gegen AMD ein, obwohl das Präparat dafür nicht freigegeben ist. Dieses hat eine ähnliche Wirkung wie Lucentis, kostet aber nur einen Bruchteil des Preises.

«Die Pharmafirmen haben es geschafft, dass die in Italien zuständige Aufsichtsbehörde das billigere Roche-Präparat von der Liste der verschreibungsfähigen Medikamente bei Augenerkrankungen genommen hat, zu Gunsten des zehnmal so teuren Novartis-Präparats», erklärt Giovanni Pitruzzella, Präsident der Italienischen Wettbewerbsbehörde, gegenüber SRF-Korrespondent Philipp Zahn.

Es geht um viel Geld

Die Wirkstoffe von Lucentis und Avastin – Ranibizumab und Bevacizumab – wurden beide von Roches US-Biotechnologietochter Genentech entwickelt. Novartis hält dabei die Lucentis-Vertriebsrechte ausserhalb der USA.

Für beide Unternehmen geht es um viel Geld: Roche setzte mit Lucentis im Vorjahr 1,4 Milliarden Euro um. Bei Novartis waren es 1,7 Milliarden Euro.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von K.D.Waldeck , Bellinzona
    Das Salz für diese Suppe haben Novartis und Roche mit ihrer Firmenpolitik selbst geliefert. Nun dürfen sie auch helfen die Suppe auszulöffeln.
  • Kommentar von Ch. Gerber , Basel
    Und das von einem Land, dass Koruption in der Eigenen Verfassung hat. Neben der Mafia. Was soll das bitte?
  • Kommentar von Willy Boller , Selevac
    Hallo hochgeschätzte Redaktion Ist es tatsächlich nicht möglich, dass Ihr diesen Artikel heute fehlerfrei publizieren könnt. Dies ist mittlerweilen meine 3. E-Mail und der Fehler ist immer noch der selbe. Oder ist es wirklich so, dass Euch Zensoren nicht bekannt ist, dass SEHEN nichts mit SEE (also Wasser) zu tun habt?
    1. Antwort von SRF News Online (SRF)
      Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden den Fehler korrigieren.