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Legende: Audio Weltwirtschaft: Konjunktur kühlt sich ab abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 09.10.2018.
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IWF ist pessimistisch Handelskonflikte bedrohen die globale Ökonomie

  • Der IWF hat seine Prognose um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert.
  • Der Wirtschaftsaufschwung verlangsamt sich und nähert sich seinem Ende.
  • Handelskonflikte, der Brexit und steigende Zinsen in den USA machen den Experten des IWF Sorgen.

«Die Handelskonflikte klemmen der Weltwirtschaft die Luft ab.» Dies sagen Ökonomen mit Blick auf den Aufschwung. Dieser schwächelt. Erstmals seit zwei Jahren hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Ausblick wieder nach unten korrigiert. Er erwartet nun 0,2 Prozentpunkte weniger Wachstum in diesem und im nächsten Jahr.

Wolken am Konjunkturhimmel

Minus 0,2 Prozentpunkte, das klingt nach wenig und bedeutet doch viel. Es ist eine Trendwende. Die Phase des Aufschwungs in der Weltkonjunktur nähert sich nach Einschätzung des Währungsfonds langsam dem Ende. Es zögen Wolken auf am Konjunkturhimmel, sagt IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld.

Grund für den Pessimismus sind vor allem die globalen Handelskonflikte, die US-Präsident Trump losgetreten hat. Wegen der höheren Zölle dürften es vor allem die USA und China künftig schwerer haben, das bisherige Wachstumstempo beizubehalten.

Ungewisser Brexit und Zinsanstieg in den USA

Doch es gibt noch mehr Gründe, die dem scheidenden Chefökonomen Obstfeld die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Einer ist der Brexit, dessen Ausgang noch ungewiss ist, der andere der schnelle Zinsanstieg in den USA. Weil es sich wegen der steigenden Zinsen wieder lohnt, in Dollar zu investieren, ziehen viele Investoren ihr Kapital aus Schwellenländern wie Argentinien, Brasilien oder Südafrika ab. Das schwächt die Währungen in diesen Ländern.

Und es wird teurer für sie, die hohen Auslandsschulden zurückzuzahlen, die sich in den letzten Jahren angehäuft haben. Eine akute Gefahr für eine neue Schwellenländerkrise sieht der IWF-Chefökonom zwar nicht, allerdings sei das Risiko für eine neue globale Krise zweifellos gestiegen, so Obstfeld.

Das sei umso besorgniserregender, als die Zinsen in vielen Ländern immer noch sehr tief seien. Länder hätten damit deutlich weniger Spielraum als bei der letzten grossen Krise vor zehn Jahren, um auf Schocks zu reagieren.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Mit etwas schlauem googeln findet man Aussagen, dass wir vor dem nächsten globalen Finanz-u Wirtschaftszusammenbruch stehen, von Fachleuten, die schon die letzte Krise voraussagten.
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    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Die Frage lautet eigentlich nur noch wann es soweit sein wird. Denn dass diese kommen wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
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  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Man stelle sich vor, die ganze Welt würde zusammen un nicht gegeneinander arbeiten. Was wir da alles erreichen könnten aber so sind wir zu Mittelmässigkeit verdammt und scheitern in wichtigen Fragen immer und immer wieder.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Frieren wir doch einmal ein Jahr die Wirtschaft ein - ihr würdest staunen, wie schlank die Leute würden. Wie viel Zeit wir endlich hätten und wie der Tauschhandel ohne Geld blühen würde -einfach herrlich - dazu braucht es Mut - ein Jahr mal nur Haferflocken essen :-)) Träumen wird wohl noch erlaubt sein oder ? So neben bei - habe einmal ein Jahr lang schmal Hans Küchenmeister gelebt - ich war noch nie so fit wie zu dieser Zeit !
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