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Corona-Pandemie für Roche Fluch und Segen zugleich
Aus Tagesschau vom 04.02.2021.
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Jahresergebnis Roche macht im Coronajahr 15.1 Milliarden Franken Gewinn

  • Roche weist für 2020 einen Konzernumsatz von 58.3 Milliarden Franken aus, ein Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Den Konzerngewinn beziffert Roche mit 15.1 Milliarden Franken (Vorjahr: 14.1 Mrd.)

Die Covid-19-Pandemie hat bei Roche im Geschäftsjahr 2020 in den beiden Sparten unterschiedliche Spuren hinterlassen. Während die Pharmasparte unter dem veränderten Patientenverhalten mit weniger Arztbesuchen litt, lief der Absatz mit den Corona-Tests der Diagnostic-Sparte sehr gut.
Zu konstanten Wechselkursen legten die Verkäufe um 1 Prozent zu und lagen damit noch knapp im Rahmen der Zielsetzung des Roche-Managements.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktorin Lucia Theiler

Der Pharmakonzern Roche hatte vor einem Jahr als erster Konzern einen Test parat, der das Coronavirus nachweisen konnte. Ein Jahr später sind es 15 Diagnostik-Produkte, die bei Corona eingesetzt werden. Die gesamte Sparte Diagnostics hat beim Umsatz zugelegt, um 6 Prozent auf mehr als 13.7 Milliarden Franken.

Den Pharmariesen wegen seiner Coronatests zu den Pandemie-Gewinnern zu zählen, würde aber zu kurz greifen. Vielmehr hat die Pandemie beim Konzern die Verhältnisse verschoben: Die Sparte Pharma, mit 44.5 Milliarden deutlich grösser, verbucht einen Umsatzrückgang, während diese im Vorjahr noch deutlich stärker gewachsen ist als die kleinere Sparte. Der Grund: In vielen Krankenhäusern wurden Operationen verschoben, Patientinnen und Patienten gingen weniger zum Arzt. Das spiegelt sich in den Zahlen.

Höherer Gewinn dank Wertberichtigungen

Den höheren Konzerngewinn begründet Roche mit geringeren Goodwill-Wertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr. Das operative Kernergebnis, das Analysten als Richtgrösse nutzen, fiel um 4 Prozent.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen zum Teil knapp unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Für das neue Geschäftsjahr 2021 bleibt Roche sehr vorsichtig. So strebt der Konzern zu konstanten Wechselkursen ein Verkaufswachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an. Das Wachstum des Kerngewinns je Titel soll dabei weitgehend dem Verkaufswachstum entsprechen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Für 2020 schlägt Roche eine Ausschüttung von 9.1 Franken vor, nach 9.0 Franken im Vorjahr.

SRF 4 News, 04.02.2021, 08.00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    @Mike Steiner. Die Forschungen zu Coronaimpfungen und -tests wurden massgeblich staatlich finanziert. Deshalb wäre kurzzeitig, während der Coronakrise, eine erhöhte Gewinnsteuer sinnvoll.
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Die Pharma verdient gut in der Krise - andere verlieren alles. Deshalb wäre ein zünftiger "Risikoausgleich" wünschenswert. Die Politik darf nicht zulassen, dass es Krisengewinnler (nach den Worten Macrons wären es Kriegsgewinner) gibt, solange andere mit Steuergeldern gerettet werden müssen.
  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Braucht es da noch Worte?