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Wirtschaft Jugendliche haben immer weniger Bock auf Berufslehre

Die Zahl der Jugendlichen, die eine Lehre machen wollen, ist in der Schweiz deutlich zurückgegangen. Viele Lehrstellen dürften unbesetzt bleiben. Von bis zu 13'000 unbesetzten Stellen ist im Lehrstellenbarometer die Rede.

Eine junge Frau hält ein Werkzeug in der Hand.
Legende: Immer mehr Jugendliche gehen lieber weiter zur Schule, als eine Lehrstelle anzutreten. Keystone

Gemäss dem Lehrstellenbarometer interessierten sich Mitte April hochgerechnet 66'000 Jugendliche für eine Lehrstelle. Das sind 5500 weniger als vor einem Jahr.

Das Lehrstellenbarometer wird jährlich zweimal erstellt – jeweils im April und im August. Für die aktuelle Hochrechnung wurden schweizweit 2843 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren telefonisch befragt. 5'823 Unternehmen nahmen an der Befragung teil.

Hauptgrund für den Rückgang ist die sinkende Zahl von Jugendlichen, die die Schule verlassen. Gesamthaft standen Mitte April hochgerechnet 125'500 Jugendliche vor der Ausbildungswahl, gut 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von diesen 125'500 Jungen interessierten sich noch 66'000 für eine Lehrstelle.

Gleichzeitig ist das Lehrstellenangebot nur leicht geschrumpft – von 80'000 auf 79'000. Somit übertrifft das Angebot an Lehrstellen das Interesse der Jugendlichen an einer Lehrstelle um 13'000.

Freie Stellen im Baugewerbe und Verkauf

Dennoch waren Mitte April noch 19'000 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle für den Herbst. Das sind leicht weniger als im Vorjahr. Die Unternehmen meldeten hochgerechnet 24'000 noch offene Lehrstellen.

Insbesondere in den Branchen «Architektur und Baugewerbe», «Dienstleistungen», «Technische Berufe», «Verarbeitendes Gewerbe» und «Verkauf» sind noch Stellen offen.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von markus aenishaenslin (aenis)
    Null Bockt stimmt nicht immer, hauptsächlich liegt es bei der Wirtschaft ,den Dienstleister, dass die Ansprüche und Hürden für den zukünftigen Lehrling immer höher werden. Es herrscht die Meinung, dass ich nur den besten Lehrling will. Meist bleibt aber der Lehrling mit 5,3 und höher nicht auf seinem Stammberuf, sprich Fachkräfte Mangel selbst produziert. Spätestens wenn die eigenen Kinder eine Lehrstelle suchen, wird dir der ganze Frust, Enttäuschung und Hoffnung es klappt, so richtig klar.
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Und was machen die anderen 59500 Schulabgänger? Vielleicht sollte die CH der Berufslehre wieder einen höheren Stellenwert geben? Viel zu viele wollen studieren - haben dann aber null praktische Arbeitserfahrung, wenn sie denn mal fertig studiert und in die Arbeitswelt entlassen werden! Und genau diese "hochstudierten Schlauköpfe" bescheren uns immer mehr Verwaltung, Bürokratie, Paragraphen, Leerläufe - und horrende Kosten!
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    1. Antwort von Daniele Schranz (Keyore)
      Hey dann wissen doch, weil alle inzwischen Wirtschaft studiert haben, wie man unauffällig andere Menschen ausplündert und das System zu seinem Vorteil ausnutzt. Und keiner wird mehr wissen wie man Dach deckt, ein Fahrrad repariert oder einen Garten pflegt. Ich stimme Ihnen zu 100% zu Herr Moser.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Es ist an der Zeit, dass sich die Grenzen des Wachstums in vielen Lebensbereichen gleichzeitig zeigen. Demografie, Arbeitswelt und Wirtschaftssystem sind dabei drei eng miteinander verknüpfte Bereiche, die zudem die Abhängigkeiten untereinander schnell zutage fördern. Weg vom quantitativen, hin zum qualitativen Wachstum.
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