Zum Inhalt springen

Header

Das Produktionsgebäude des Pharmaunternehmens Sandoz Aeropharm GmbH.
Legende: Sandoz hat sich jahrelang mit anderen Herstellern abgesprochen, um die Preise für Medikamente zu erhöhen. Keystone
Inhalt

Kartellvorwürfe in den USA Sandoz zahlt Busse von 187 Millionen Franken

.

  • Die Generikaherstellerin Sandoz muss in den USA umgerechnet 187 Millionen Franken Strafe zahlen.
  • Das Tochterunternehmen von Novartis soll sich mit anderen Herstellern auf dem US-Generikamarkt abgesprochen haben, um die Preise für Medikamente zu erhöhen.
  • Man einigte sich nun auf einen Vergleich, wie das US-Justizministerium mitteilte.

Sandoz ist in den USA wegen illegaler Preisabsprachen und anderer kartellrechtlicher Verstösse zur Rechenschaft gezogen worden. Das Unternehmen hat einen Vergleich in Höhe von 195 Millionen Dollar akzeptiert. Das US-Justizministerium gewährt Sandoz nun eine sogenannte «aufgeschobene Strafverfolgung» (Englisch: deferred prosecution agreement).

Dem Unternehmen wurde Manipulation von Angeboten und Festsetzung von Preisen bei patentfreien Arzneimitteln im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar zwischen 2013 und 2015 vorgeworfen.

Sandoz sagt Kooperation zu

In der Mitteilung der US-Behörde heisst es weiter: «Die heutige Vereinbarung mit einem der grössten Hersteller von Generika ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Preise für diese Heilmittel durch Wettbewerb und nicht durch Preisabsprachen festgelegt werden.»

Die Novartis-Tochter betonte in einer Stellungnahme, bei den Ermittlungen der US-Behörden zu kooperieren. Die Verantwortlichen der Affäre seien inzwischen nicht mehr bei dem Unternehmen angestellt.

SRF 4 News, 03.02.2020, 03.00Uhr; agenturen/schj; schm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Umso mehr, braucht es die "Konzern-Verantwortungs-Regelung-Gesetzgebung" weltweit. Auch das BAG - "Bundesamt für Gesundheit", unterstützt "seit Jahren", das, die Schweizer Bevölkerung ausbeuterische Konzept der Pharma-Lobby, indem kostengünstigere Generika nicht als kassenpflichtig zugelassen werden!? "Gesundheits-Un-Wesen" Schweiz und deren - von den Volks-Steuergeldern entlöhnten - Zuständigen: BAG, BLW, Gesundheits-DirektorenInnen, ParlamentarierInnen (lukrative VR-Mandate - Lobbyismus)!?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dominique Dörflinger  (einmalig)
    "Dem Unternehmen wurde Manipulation von Angeboten und Festsetzung von Preisen bei patentfreien Arzneimitteln im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar zwischen 2013 und 2015 vorgeworfen."
    Wieso ist dann die Busse nicht einmal 200 Millionen? Die sollte mindestens die gleiche Summe des Betrugs betragen, wenn nicht noch mehr. Zeit solches Verhalten ein für alle Mal in die Knie zu zwingen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Kurt E. Müller  (KEM)
      @Dörflinger: Die preismanipulierten Medikamente hatten einen Verkaufswert (nicht Gewinn) von mehr als 500 Millionen Dollar.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen