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Konkurrenz durch Importe Das Zmorgebrot kommt immer öfter aus dem Ausland

Legende: Audio Immer mehr Brot-Importe abspielen. Laufzeit 01:06 Minuten.
01:06 min, aus Nachrichten vom 18.11.2018.
  • Die Schweiz importiert immer mehr Brot und Teiglinge.
  • In den letzten zehn Jahren haben sich die Einfuhren fast verdreifacht.
  • Das berichtet die «NZZ am Sonntag», die sich auf Zahlen der Zollverwaltung beruft.

Brot ist im Laden in den letzten zehn Jahren weder teurer noch günstiger geworden. Aber: Das Brot auf dem Schweizer Frühstückstisch wird immer öfter im Ausland produziert und danach importiert.

Da hohe Zölle die Einfuhr von Weizen finanziell unattraktiv machen, kauft der Detailhandel das Brot gerne im Ausland. So wird zum Beispiel bei den Detailhändlern Aldi und Lidl jedes dritte Brot im Ausland geknetet - und in den Läden mit Schweizer Luft gebacken.

Aber nicht nur der Import von Brot hat in den letzten zehn Jahren markant zugenommen, sondern auch die Einfuhr von Kuchen, Torten und Fertigpizzen ist um mindestens 80 Prozent angestiegen, wie die Zahlen der Zollverwaltung zeigen.

Familien- und Gewerbebetriebe müssen schliessen

Darunter würden auch die Bäckereien leiden, die mit den Schweizer Lohnkosten die Preise nicht senken könnten, schreibt die «NZZ am Sonntag». Rund 40 Familienbäckereien und Gewerbebetriebe würden in der Schweiz deshalb jährlich schliessen, schätzt der Schweizer Bäcker- und Confiseurmeister-Verband.

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Die Löhne sind seit knapp 20 Jahren nicht mehr gestiegen, alle Ausgaben wie Wohnung, KK, etc zum Teil dramatisch, enenso die Steuern. Der brave Schweizer sollte das bei der Gesamterneurungswahl 2019 bedenken. SVP und FDP werden jedenfalls alles daran setzen das es so weiter geht. Dann bleibt bald nur noch mit Chlor sterilisiertes Brot aus den USA, noch etwas billher,
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  • Kommentar von Beatrice Fiechter (thea)
    Tatsache ist, immer grössere Teile der schweiz. Bevölkerung können sich mit unseren Preisen kaum noch etwas leisten. Gleich über die Grenze bekommen sie mehr für ihr Geld bei meist guter Qualität. Wie lange braucht es, bis alle verstehen, dass wir nicht als Hochpreis-Insel wirtschaftlich u. sozial bestehen können? Vieles wäre gut im Inland zu unterstützen, müsste gerechter aufgegleist werden, damit alle einen fairen Lebensunterhalt haben - auch dort findet immer mehr Endsolidarisierung statt!
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Eine Hochpreisinsel funktioniert wunderbar, so lange die Löhne mithalten können. Um eine Hochpreisinsel (unnötigerweise) zu zerstören, gibt es zwei Strategien: a) Zerstörung des Preisgefüges via Importe, b) Zerstörung des Lohngefüges via Lohndruck. Beide Ansätze werden heute aus rein asozialen Gewinninteressen gefahren und hinterlassen immer mehr Verlierer. Um dies zu stoppen, gibt es nur die Option, a) oder b) auszuhalten. Sie haben es in der Hand. Denken Sie beim Abstimmen nach...
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  • Kommentar von Sebastian Demlgruber (SeDem)
    Natürlich liegt es zunächst am günstigeren Preis, dass Schweizer Konsumenten lieber zu Importprodukten als zu heimischer Wäre greifen (die bei Grossverteilern aber auch nur aus Backfabriken kommt). Doch schmecken tut‘s halt auch besser, sonst blieben die Günstig-Brote im Regal liegen. Treffen die Schweizer Bäcker überhaupt noch den Geschmack der Kunden - oder fehlt es nicht vielleicht auch etwas an handwerklicher Kreativität?
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      Ich denke dass eine Ursache dort liegt, dass sehr viele Leute Brot frisch und warm aus dem Ofen wollen, auch Abends um 18:00Uhr, liebstens alle Sorten. Ein Bäcker bäckt frisches Brot für den Morgen und den Tag. Er backt selber, frisch und in der Menge, dass er nach Ladenschluss möglichst keine Abfälle hat. Den Grossverteilern ist der Abfall so lang wie breit, Stichwort Food waste.An den Bäckern und deren Kreativität und Qualität liegts mit nichten. Schauen Sie mal Morgens in eine Bäckerei.
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    2. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      Ob der Import-Teig wirklich verkauft wird, weil er besser schmeckt? Die Anschauung im Supermarkt zeigt: Allzuviele Leute haben wenig Sinn für Geschmack und essen minderwertige Ware, weil sie um einen Geiz-Batzen billiger ist. (Womit ich jetzt nicht sagen will, einheimisches Brot sei in jedem Fall besser als "ausländisches". Wer mal in unseren Nachbarländern Brot gekauft hat, weiss, dass es da auch Hervorragendes gibt.)
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