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Legende: Audio Bühne frei für die Neuen abspielen. Laufzeit 02:35 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 07.01.2019.
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Lukrative Parlamentswahlen Wo die Kassen im Wahljahr klingeln

Richtig ins Bild gesetzt zum Erfolg: Alle vier Jahre steigt in einer bestimmten Branche das Adrenalin. Ganz zuverlässig.

Im Herbst wählt die Schweiz ein neues Parlament. Für die 246 Sitze in National- und Ständerat bewerben sich mehrere Tausend Kandidatinnen und Kandidaten. Die finanziellen Gewinner liegen auf der Hand: PR-Agenturen, Verlage und Druckereien.

Die Neuen wollen ins Rampenlicht

Eine davon ist die Plakatfirma APG, verantwortlich für die Plakate im öffentlichen Raum, an Bahnhöfen, an Litfasssäulen und am Strassenrand. APG profitiere überproportional von Wahlen, berichtet deren Werbeleiter Daniel Strobel. Dies gelte ganz besonders für die National- und Ständeratswahlen. Denn mit der Aussenwerbung würden sämtliche Bevölkerungsschichten jeglicher Altersklassen gleichermassen angesprochen.

APG profitiert dank Aussenwerbung überproportional.
Autor: Daniel StrobelLeiter Werbemarkt bei der Allgemeinen Plakatgesellschaft APG

Aufgeklebte wie auch elektronische Plakate animierten das Wahlvolk stärker als jede andere Werbeart zum Urnengang, betont Strobel gestützt auf eigene Untersuchungen zum Wahljahr 2015. Das wüssten Politikerinnen und Politiker, aber auch die Kommunikationsverantwortlichen der Parteien.

Umsatzzahlen nennt Strobel nicht. Höhere Preise könnten aber trotz grösserer Nachfrage nicht durchgesetzt werden, ganz im Gegenteil: «Wer für ein öffentliches Amt kandidiert, erhält bei der APG 25 Prozent Rabatt.»

Nicht nur die Stunde der Grossen

In Wahljahren läute aber auch die Stunde der kleinen Agenturen, Druckereien und Fotografen, stellt Lukas Golder vom Forschungsinstitut GfS in Bern fest: «Jeder der über 3000 Kandidierenden fährt eine eigene Wahlkampagne. Da braucht es viele Fotos und Flyers.» Für die Firma GfS hingegen brächten Wahljahre eher weniger Umsatz, weil es weniger Abstimmungssonntage mit Sachvorlagen gebe, so Golder.

Auch im Print ist Social Media Pflicht

Ein Stück des Wahljahr-Kuchens können sich auch die Zeitungen abschneiden. Allerdings nur jene, die nicht nur Printinserate anbieten, sondern auch Videobotschaften, Social Media und Online-Werbung. Denn ohne diese Kanäle ist ein erfolgreicher Wahlkampf heute undenkbar. Manch einer Zeitung gelingt es, die schwindenden Print- und Druckumsätze bei Wahlen mit neuen Angeboten zu kompensieren.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Wenn jemand Ferien machen will , ist logischerweise Geld vonnöten !
    Interessanterweise gibt es Leute , die der Meinung
    sind , Ferien müssten doch auch zum “Nulltarif“
    möglich sein ! Das gleiche gilt für gewisse “Heimfahrten“ . Ich habe allerdings noch nie mit jemandem gesprochen , der mir solche “Ferien“
    und “Heimfahrten“ schildern hätte können !
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  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Wie sagte doch schon frueh ein Werbeprofi: "Fuer eine Milion mache ich Euch aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat!". Heute waerens wohl eher viele Millionen. Von Partikularinteressen instruierenden Lobisten oder gar Brotkorbterroristen NationalraetInnen gerne "gespendet"....
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wo viel Geld fliesst, ist die "Habgier" nicht weit entfernt!
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