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Buttermangel statt Butterberge
Aus HeuteMorgen vom 18.12.2019.
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Mangel in der Schweiz Butter für Weihnachtsguetzli wird aus der EU importiert

Die Schweizer Milchbauern haben mehr Käse produziert und weniger Butter. Deshalb wird diese aus der EU importiert.

In der Schweiz ist oft die Rede von Milchseen und Butterbergen. Doch Letztere sind nun offenbar verschwunden. Der Schweizer Detailhandel muss momentan sogar Butter aus Deutschland und Belgien ins Ladenregal legen.

Das hat selbst Peter Ryser von der Branchenorganisation Butter überrascht. «Das ist schon eher aussergewöhnlich», meint er. «Wir haben in den letzten Jahren nie für den Schweizer Markt importieren müssen.»

Im Herbst steigt die Nachfrage

Der Buttermangel hat sich aber schon früh abgezeichnet, räumt Ryser ein. Butter und Rahm waren schon das ganze Jahr hindurch knapp. Im Herbst steigt dann alljährlich die Nachfrage nach Butter. Und plötzlich reichte das Angebot aus dem Inland nicht mehr aus.

Haben die Milchbauern ihre Butterproduktion etwa schlecht geplant?

Zwei Hände ordnen Zimtsterne auf einem Backblech an.
Legende: Einige Weihnachtsleckereien sind in diesem Jahr mithilfe ausländischer Butter entstanden. Keystone

«Ich glaube nicht, dass die Bauern schlecht geplant haben. Die Milchproduktion ist dieses Jahr etwas tiefer», erklärt Ryser. «Sie hängt unter anderem von der Anzahl Tiere oder der Futterqualität ab. Auf der anderen Seite gibt es den Restmilchmarkt, der sehr gut läuft; für die Käseproduktion, Frischmilchprodukte und so weiter.»

Die Milchbauern und Lebensmittelhersteller haben also viel Käse und Frischmilchprodukte produziert, aber zu wenig Butter.

Hin und Her zwischen Butterberg und -mangel

Der Mangel in den Schweizer Ladenregalen soll jedoch bald überstanden sein. «Er ist eigentlich mit dieser Woche vorbei», beruhigt Ryser. «Nächste Woche zieht die Produktion wieder an und dann ist wieder genügend Rahm und Milch auf dem Markt.» Der Grund: Über die Festtage ruht da und dort beispielsweise die Käseproduktion. So bleibt mehr Restmilch für Butter übrig.

Der Verbandsgeschäftsführer will jetzt prüfen, wie seine Branche im nächsten Jahr die Gratwanderung zwischen Butterbergen und Buttermangel besser bewerkstelligen kann.

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