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Mitarbeiter gefeuert Sexuelle Belästigungen überschatten Google-Bilanz

  • Dutzende Mitarbeiter hat der Internet-Konzern Google wegen sexueller Belästigungen in den beiden vergangenen Jahren entlassen.
  • Darunter sollen auch 13 Führungskräfte gewesen sein.
  • Die neuen Quartalszahlen des Konzerns weisen eine deutliche Gewinnsteigerung aus.

Die Vorlage der Quartalszahlen aus den Sommermonaten wurde beim Internet-Riesen Google von Berichten über sexuelle Belästigungen im Konzern belastet.

Internes Rundschreiben des Vorstandschefs

Nach Angaben des Unternehmens sind in den vergangenen zwei Jahren 48 Mitarbeiter wegen derartiger Anschuldigungen entlassen worden. Davon seien 13 Führungskräfte gewesen, und alle seien ohne Abfindung gefeuert worden, erklärte Vorstandschef Sundar Pichai in einem internen Rundschreiben an alle Angestellten.

Mit der E-Mail, die von verschiedenen US-Medien im Internet veröffentlicht, Link öffnet in einem neuen Fenster wurde, reagierte der Google-Manager auf einen brisanten Bericht der «New York Times», Link öffnet in einem neuen Fenster.

Gute Quartalsbilanz der Google-Mutter

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Googles Mutterkonzern Alphabet hat den Gewinn im Sommerquartal dank hoher Werbeeinnahmen und niedrigerer Steuern kräftig erhöht. In den drei Monaten bis Ende September kletterte der Überschuss im Jahresvergleich von 6,7 Milliarden auf 9,2 Milliarden Dollar. Dies teilte der Internetgigant nach US-Börsenschluss mit.

Die Erlöse stiegen um 21 Prozent auf 33,7 Milliarden Dollar. An der Wall Street war jedoch mit mehr gerechnet worden - die Aktien fielen nachbörslich daher um über drei Prozent.

Alphabets Quartalsbilanz profitierte erneut vom boomenden Geschäft mit Internetanzeigen, das ein rund 20-prozentiges Erlösplus erzielte und mit knapp 29 Milliarden Dollar den Grossteil der Einnahmen beisteuerte. In den restlichen Sparten nahm der Umsatz um 43 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar zu.

«Unser Geschäft bleibt weltweit stark in Form», kommentierte Finanzchefin Ruth Porat die Zahlen. Zudem spielte dem Konzern die Steuersenkung der US-Regierung in die Karten. Die effektive Steuerquote ging von 16 auf lediglich 9 Prozent zurück.

Die Zeitung schrieb unter Berufung auf zwei Insider, Google habe beim Abgang von Andy Rubin - dem Kopf hinter dem Android-Betriebssystem für Smartphones - im Jahr 2014 ein dunkles Kapitel verschwiegen. Angeblich wurde Rubin von einer Mitarbeiterin, mit der er eine aussereheliche Beziehung gehabt haben soll, beschuldigt, sie 2013 in einem Hotelzimmer zum Oralsex gezwungen zu haben.

Goldener Handschlag beim Abgang

Google habe zwar von den Vorwürfen erfahren, Rubin aber dennoch bei seinem Abgang in den höchsten Tönen gelobt und ihm ein Abschiedspaket von 90 Millionen Dollar mitgegeben, heisst es in dem Bericht. Ein Sprecher von Rubin bestritt die Vorwürfe und sagte, er habe das Unternehmen auf eigenes Betreiben verlassen.

Laut «New York Times» hat Google im vergangenen Jahrzehnt auch noch über zwei weitere Führungskräfte, die der sexuellen Belästigung beschuldigt wurden, schützend die Hand gehalten. Die Zeitung stützt sich auf Firmen- und Gerichtsdokumente sowie auf Gespräche mit über drei Dutzend Mitarbeitern. Google erklärte, entschieden auf Vorwürfe wegen Fehlverhaltens von Angestellten zu reagieren.

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