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Legende: Video Easyjet will grüner werden abspielen. Laufzeit 01:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.04.2019.
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Mobilität ohne fossile Energie Easyjet gibt den Umweltpionier

Luftfahrt soll nicht mehr schuld am Kilmawandel sein: Easyjet arbeitet mit einem Elektroflugzeugentwickler zusammen.

Easyjet habe viel erreicht, betont Jean-Marc Thévenaz, der Chef von Easyjet Schweiz. In den letzten 20 Jahren habe das Unternehmen durch verschiedene Massnahmen, zum Beispiel durch den Einsatz von modernen Flugzeugen, den CO2-Ausstoss pro Passagier und Kilometer um über 30 Prozent senken können.

Umweltpionier Easyjet

Easyjet wolle auch beim elektrischen Fliegen Pionier sein. Die Luftfahrt müsse von den fossilen Treibstoffen wegkommen. Das sei wichtig für den Planeten und es sei wichtig für Easyjet. Die Fluggesellschaften müssten alles unternehmen, damit sie nicht mehr die Zielscheibe seien der Öffentlichkeit, wenn es um Klimaschutz geht.

Easyjet arbeitet deshalb mit dem Flugzeugbauer Wright Electric aus den USA zusammen. Flugzeuge, die ausschliesslich mit erneuerbarem Strom betrieben werden, wären die perfekte Lösung fürs Klima, sagt Jeff Engler, der Gründer und Chef von Wright Electric. So weit sei sein Unternehmen aber noch nicht.

Aktuell fliege ein Zweiplätzer, noch in diesem Jahr soll ein Neunplätzer abheben, in vier Jahren ein Fünfzigplätzer und dann werde Wright Electric sich an ein Flugzeug für Easyjet machen.

Besser als gar nichts

Auch selbsternannte Pioniere unter den klimafreundlichen Fluggesellschaften schaffen es bisher im besten Fall, dafür zu sorgen, dass die wachsenden Passagier- und Flugzahlen nicht zu noch mehr CO2-Ausstoss führen. Easyjet -Chef Thévenaz gibt das offen zu, betont aber, dass die Luftfahrt heute nur für zwei bis drei Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sei.

Klimaschützer wie Andrew Murphy von der Nichtregierungsorganisation Transport and Environment, die sich für eine nachhaltige europäische Mobilität einsetzen, finden Initiativen wie jene von Easyjet besser als nichts. Es sei gut, dass Easyjet Pionier sein wolle, aber es brauche klare Regeln von der Politik für die gesamte Industrie.

Die Pariser Klimaziele im Hinterkopf

Weniger Fliegen sei ein Rezept, dass die Industrie nicht gerne hört und klimaneutrale Treibstoffe seien ein anderes, ist Murphy überzeugt. Nur so schafft es auch die Luftfahrt bis 2050 ihren Anteil zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Toller Ansatz von Easyjet. Aber die ganze Flugbranche ist im Umbruch. Es wird wird an Hybrid-Modellen gearbeitet und Modelle, die mit Bio-Treibstoffen fliegen. Die Flugbranche macht aber nur 2,69 Prozent der gesamten menschgemachten CO2-Emisssionen aus, Tendenz sinkend. Man müsste an ganz anderen Orten ansetzen, um die menschgemachte CO2-Emission wirkungsvoll zu senken (beispielsweise Kohlekraftwerke)
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    1. Antwort von Marcel Gilgen  (margil)
      Die Schiffsbranche kommt wieder am besten davon. Ich denke dabei primär an die grossen Kreuzfahrtschiffe und Fähren. Hier anzusetzen wäre auch mal eine Option.
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    2. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      @Marcel Gilgen: Ja, der Deutsche Umweltbund hat vor ein paar Jahren aufgezeigt, dass die 15 grössten Schiffe eine grössere Umweltbelastung darstellen als sämtliche Autos dieser Welt zusammen. Da müsste tatsächlich etwas getan werden.
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    3. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es nützt nichts auf die noch grösseren Verbraucher hinzuweisen, jedes Mal wenn jemand bekanntgibt, dass etwas gemacht wird. Entscheidend ist, dass wir heute an allen Fronten vorwärtsgehen.
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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Frage wie viele flüge hatten wir vor 20 Jahren und wie viele sind es heute? Wen die zahl von heute gleich Österreich gehe ich mit der Aussage einig das es 30% weniger Treibstoff pro Passagier braucht wenn nicht bracuchen wir mehr.
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  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Das alles hoert sich wunderbar an. Ralitaet ist das auch die modernsten heutigen Batterien teuer, viel zu schwer und nur so nebenbei sehr umweltUNfreundlich sind! Ich sehe da schon eher mit H2O2 angetriebene Turbinen als alternative Loesung. Der Ausstoss waere Wasser und Sauerstoff. Man stelle sich nur mal vor wie lange es dauern wuerde so ca. 50 Tonnen Batterien aufzuladen. Und woher soll all der "saubere" Strom kommen?
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Mit den heutigen Akkus lässt sich kein grosses Flugzeug betreiben. Deshalb hört sich das alles nicht "wunderbar" an. Es müssen parallel zum grösseren Flugzeug wesentlich bessere Akkus entwickelt werden. Konzepte gibt es eine ganze Menge, aber diese müssen industriell umsetzbar gemacht werden und die Arbeit die das verschlingt ist sehr gross. Deshalb dürfte der 50-Plätzer wohl nicht 2023 fliegen. Trotzdem macht das Programm Sinn. Nicht alle können Autos oder Schiffe verbesssern.
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    2. Antwort von Nicolas Zurbuchen  (Nicolas)
      H2O2? Ich denke, was Sie meinen ist Wasserstoff (H2) betrieben werden. Bei der Verbrennung (Reaktion mit Sauerstoff) entsteht dann H2O. Dabei entsteht zwar kein CO2, aber ohne Stromverbrauch ODER CO2 Emissionen geht das auch nicht. Denn H2 gewinnen wir entweder aus fossilen Energieträgern oder aus Elektrolyse. Falls wir in Zukunft viel Energie aus erneuerbaren Quellen schöpfen, sehe ich Wasserstoff auch als mittel für die Luftfahrt (allerdings nicht in Zeppelinen für den Auftrieb).
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