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Ist die Inflation ein Grund zur Sorge?
Aus Rendez-vous vom 02.08.2021.
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Nach der Coronakrise Die Jahresinflation zieht im Juli an

  • Die Jahresteuerung in der Schweiz hat im Juli leicht angezogen. Sie stieg auf 0.7 von 0.6 Prozent im Vormonat, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
  • Die Jahresteuerung der Inlandgüter lag bei 0.3 Prozent, Importgüter waren 1.9 Prozent teurer als im Juli 2020. Damit hat sich der tendenzielle Anstieg der letzten Monate fortgesetzt.

Im Zuge der Coronakrise und der billigeren Ölpreise war die Jahresteuerung im letzten Sommer bekanntlich bis auf -1.3 Prozent gefallen. Danach ging es wieder – mehr oder weniger konstant – leicht nach oben, und seit April ist der Wert wieder im positiven Bereich.

Lohnforderungen in der Industrie-Branche

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Bis zu 1.7 Prozent mehr Lohn in der Industrie fordert der Verband Angestellte Schweiz und läutet damit die erste Lohnrunde nach der Coronakrise ein.

Die Unternehmen hätten die Krise dank der Loyalität der Angestellten gemeistert, teilte der Verband Angestellte Schweiz am Montag mit. Darum sollten die Arbeitgebenden die neue Situation jetzt finanziell würdigen.

Überdurchschnittliches Wachstum erwartet

Für die Arbeitnehmenden der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) fordert der Verband 1 bis 1.7 Prozent mehr Lohn. Er stützt sich bei den Lohnforderungen auf neuste Zahlen des unabhängigen Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics.

Da sich derzeit die lokale und globale Wirtschaft erhole, dürfte die MEM-Branche im zweiten Halbjahr 2021 weitere positive Impulse erhalten, schreibt der Angestelltenverband. BAK Economics erwarte für die MEM-Branche für 2021 ein überdurchschnittliches Wachstum der realen Wertschöpfung von 9.7 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Konsumentenpreise im Juli derweil leicht ab. Der entsprechende Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) sank um 0.1 Prozent auf 101.0 Punkte.

Dieser Rückgang ist laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, beispielsweise auf die im Rahmen des Ausverkaufs reduzierten Preise für Bekleidung und Schuhe. Auch die Preise für den Luftverkehr sanken, ebenso wie jene für Pauschalreisen.

Schätzungen gingen auseinander

Gestiegen sind hingegen die Mieten von privaten Verkehrsmitteln und die Preise für Treibstoffe. Der Juli-Wert lag im Rahmen der Schätzungen, die allerdings relativ weit auseinander gingen.

So hatten Ökonomen mit einer Jahresinflation im Bereiche von 0.6 bis 1.0 Prozent gerechnet, die Monatsveränderung wurde entsprechend bei -0.2 bis +0.3 Prozent gesehen.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, stieg im Berichtsmonat um 0.1 Prozent auf 101.12 Punkte. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat entspricht dies laut den Angaben einer Veränderungsrate von +0.5 Prozent.

Rendez-vous, 02.08.2021, 12:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Die gegenwärtige masslose Geldschöpfung treibt die Preise für Realien (Immobilien, Aktien, etc.) in die Höhe. Die Zinsnullungspolitik verstärkt diesen Trend, weil damit auch die Kleinsparer in die Realienmärkte getrieben werden. Wenn diese aufgeblähte Geldmenge auf die Konsumentenpreise überschwappt, haben wir ein grösseres Problem.