Nervöse Börsianer in den USA

Die Anleger am US-Anleihenmarkt sind sich sicher: Die Federal Reserve macht Ernst. Die Aussicht, dass die Notenbank ihr 2,5-Billionen-Anleihen-Kaufprogramm bald drosseln oder gar ganz einstellen könnte, macht die Investoren zunehmend nervös.

Ein Börsenmakler mit Block im Mund in der New Yorker Börse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hektik an der Börse: Anlager verkaufen ihre Bonds. Keystone

Anleger fürchten, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre Geldpolitik strafft und als Käufer von Anleihen ausfällt. Investoren trennen sich deshalb von Bonds, was die Kurse drückt und die Renditen steigen lässt.

In den letzten Wochen stiegen die Renditen für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit auf 2,19 von 1,60 Prozent. Im Gegenzug fielen die Kurse für die Bonds. Dies führte zu Abflüssen vonseiten der Rentenfonds und einer schwachen Nachfrage bei Anleihe-Auktionen.

«Es gibt keine anderen Stimmen mehr am Markt», sagt ein Analyst in New York. «Es gibt nur wenige grosse Spieler und sie folgen ziemlich genau der Fed. Wenn die Fed rausgeht, wollen sie auch rausgehen.»

Am Mittwoch berät die Fed darüber, ob sie ihre ultra-lockere Geldpolitik («Quantitative Easing») noch fortsetzen soll. Zuletzt waren in der Fed immer mehr Stimmen laut geworden, die einen Ausstieg aus dem Anleihen-Kaufprogramm gefordert hatten.