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Sind Neobanken eine Gefahr für die klassischen Banken?
Aus Tagesschau vom 31.08.2021.
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Neue Anbieter im Bankgeschäft Banking auf dem Handy: Neobanken drängen auf den Markt

Klassische Banken verlangen für Privatkonten und Debitkarten deutlich mehr Jahresgebühren als neue Smartphone-Banken.

Das Bankgeschäft digitalisiert sich zunehmend. Mit der Digitalisierung sind neue Anbieter entstanden: die sogenannten Neobanken. Das sind Banken, die ihre Geschäfte nur noch als App auf dem Smartphone anbieten. Kumuliert vereinigen Schweizer Smartphone-Banken rund 250'000 Kundinnen und Kunden auf sich. Der ausländische Anbieter Revolut bringt es in der Schweiz auf 350'000. Der Anteil am Gesamtmarkt ist damit zwar klein – aber die Kundschaft wächst.

Preis entscheidet über Kundenbeziehung

Das zeigen die Zahlen des Anbieters Neon: Ende 2020 hatte die Neobank nach eigenen Angaben 50'000 Kundinnen und Kunden – bis Ende dieses Jahres erwartet das Unternehmen mehr als 100'000.

Der Trend geht dahin, und die Banken müssen vorbereitet sein.
Autor: Martin Hess Schweizer Bankiervereinigung

Für klassische Banken eine Herausforderung, sagt Martin Hess von der Schweizer Bankiervereinigung: «Das knappe Angebot an Dienstleistungen der Neobanken, die sich vor allem durch den Preis unterscheiden, ist zwar sicher nicht das richtige Angebot für alle Kunden. Aber der Trend geht dahin, und die Banken müssen vorbereitet sein.» Viele der etablierten Institute springen auf den Trend auf, unter anderem auch die CSX, die der Credit Suisse gehört.

Gebühren gehen gegen Null

Die grosse Stärke der Neobanken im Vergleich zu klassischen Geldinstituten: Sie bieten gewisse Dienstleistungen deutlich günstiger an. Das zeigt unter anderem die Höhe der Jahresgebühren für Privatkonten und Debitkarten, die der Vergleichsdienstleister Moneyland für SRF erhoben hat.

Ausser Postfinance verlangen klassische Banken eine Gebühr. Und auch bei der Kontoführung sind die Neobanken gratis. Ausserdem seien die angewendeten Wechselkurse für Kundinnen und Kunden klassischer Banken meist deutlich teurer als bei den Neobanken, schreibt Moneyland.

Bankschalterhalle als Begegnungsort

Dennoch erwartet Martin Hess nicht, dass die Schalterhallen der Banken ganz verschwinden werden: «Sie werden eher zum Begegnungsort. Aber in Verbindung mit klassischem Banking sind sie noch immer das A und O einer Bank. Es geht auch darum, Vertrauen zu schaffen. Und ich kann mir vorstellen, dass noch nicht alle Kundinnen und Kunden volles Vertrauen in die Angebote der Neobanken haben».

Ein Begegnungsort mag sie vielleicht bleiben, die Schalterhalle einer Bank. Doch die Geschäfte, die werden mehr und mehr woanders gemacht.

Tagesschau, 31.08.21, 19:30 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
    Ach, diese Gebühren sind doch ein Klaks. Wenn man einigermassen schlau investiert braucht man diese Neo-Banken gar nicht.
  • Kommentar von Patrick Janssens  (patrickjanssens)
    Die Zukunft sieht wie aus?
    0 Bankschalter, sie wollen mit einem Mitarbeiter sprechen? Ja das geht: Videokonferenz mit einem Videocallcenter dass sich in Bulgarien oder Indien befindet, der Rest: robochat mit dem Computer. Erst einen Termin vereinbaren oder 1 Stunde in der Warteschleife.
    Goldene Zukunft für Espresso, dort kann man schon jetzt extra Personal anwerben um dem Ansturm zu bewältigen.
  • Kommentar von Philipp M. Rittermann  (airmaster1)
    v.a. die jungen begeben sich gerne in selbstgewählte abhängigkeiten bez. den ganzen digitalen und bargeldlosen bezahlsystemen. solange der konsum stimmt ist alles gut. aber wenns dann um einen harmlosen pieks geht....
    tja. zeitgeist.