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Euronoten in einem Tresor der UBS
Legende: Die 30 weltgrössten Banken der Welt sollen in Zukunft über eine dickere Kapitaldecke verfügen so fordern Finanzaufseher. Keystone/Symbolbild
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Wirtschaft Neue Spielregeln für die grossen Banken?

Die 30 grössten Banken der Welt sollen sich mit deutlich mehr Kapital absichern müssen, damit sie vor einem möglichen Kollaps gesichert und nicht mehr dem Steuerzahler vor die Füsse fallen. Dieser Meinung sind internationale Bankenaufseher. Die neuen Regeln würden auch die UBS und die CS treffen.

Keine Bank soll nie mehr so gross und international vernetzt sein, dass sie im Krisenfall zu einem Risiko für die Staaten oder den Steuerzahler wird. Der von den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) eingesetzte Finanzstabilitätsrat (FSB) schlägt dazu neue Spielregeln vor.

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Dickeres Kapitalpolster für die 30 weltgrössten Banken
01:32 min, aus Echo der Zeit vom 10.11.2014.
abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.

So sollen die weltweit grössten Banken noch mehr Eigenkapital aufbauen müssen, als bisher gefordert. Dieses zusätzliche Risikopolster soll rasch verfügbar sein, wenn eine Bank in Schieflage gerät. Im Visier für diese neue Regelung sind 30 Grossbanken, darunter auch die UBS und die Credit Suisse.

Ziel: Weniger risikoreiche Geschäfte

Der Steuerzahler soll also künftig erst dann zur Kasse gebeten werden, wenn von der Krisenbank selbst und einem Abwicklungsfonds der Branche nichts mehr zu holen ist. In der Finanzkrise mussten viele Institute mit staatlichen Milliardenhilfen gerettet werden, was die Verschuldung einiger Euro-Länder massiv nach oben getrieben hat.

Von dem nun geforderten zusätzlichen Puffer erhoffen sich die Bankenregulierer, dass das Wachstum der Grossbanken gebremst wird – und sie vor allem weniger Risiken eingehen.

Neue Regeln nur für «Too big to fail»-Banken

Nach den bisherigen Plänen gilt der Risikopuffer nur für die «global systemrelevanten» Banken, wie beispielsweise die Deutsche Bank oder eben auch die Schweizer Branchengrössen Credit Suisse und UBS. Sie gelten als so gross, dass ihre Pleite wegen der unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem unbedingt zu vermeiden ist («too big to fail»). Das verschafft ihnen bisher Preisvorteile bei der Refinanzierung, da Anleger bei ihnen kaum Ausfallrisiken zu befürchten haben. Das wollen die Aufseher ändern.

Der neue Vorschlag der Bankenaufseher wird Ende Woche von den G20 an ihrem Gipfeltreffen in Australien besprochen. Geben sie im Grundsatz grünes Licht, so sollen bis 2015 die genauen Details des neuen Riskopuffer ausgearbeitet werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla , wil
    Je höher die Eigenkapitaldeckung, desto höher ist die Sicherheit und desto kleiner Risiko und Gewinn. Ob nun die Deckung 1 oder 3 oder 5% beträgt; sie ist immer noch sehr klein. Erst bei Deckungen um 15 oder 20% wird das Bankengeschäft wirklich sicherer. Aber solche Zahlen stehen gar nicht zur Debatte, denn damit wären die schweizer Banken im internationalen Geschäft nicht mehr konkurrenzfähig. Es müsste sich weltweit etwas bewegen.
  • Kommentar von P.Meier , Zürich
    "Bail-In" heisst das Zauberwort, d.h. wenn die UBS oder CS in schief Lage gerät, dann wird von alle Schweizer Bürger Geld von ihrem Bankkonto genommen. Die FINMA hat dies schon angekündigt. https://de.wikipedia.org/wiki/Bail_in
  • Kommentar von Mike Schacher , 6000 Luzern
    Auch die SNB hat ein bescheidenes Eigenkapital von nur 13%.
    1. Antwort von Willy Boller , Selevac
      @M. Schacher, das betrifft lediglich die Geschäfts-Banken. Die Noten- bzw. National-Banken spielen in einer ganz anderen Kategorie und sind davon nicht betroffen.