- Sunrise plant einen Stellenabbau von 147 Vollzeitstellen.
- Das sind etwas weniger als die ursprünglich geplanten 190.
- Die Entlassungen erfolgen im laufenden Monat sowie im März, teilt der Telekomanbieter in einer Mitteilung mit.
Betroffen seien Führungskräfte und normale Mitarbeitende, heisst es weiter. Sunrise Shop- und Kundendienst-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt seien weitestgehend und Lernende gänzlich vom Stellenabbau ausgenommen.
Konsultationsverfahren zeigte Wirkung
Die Geschäftsleitung habe im Austausch mit der Arbeitnehmervertretung und der Gewerkschaft Syndicom Vorschläge zu einer Minderung des Stellenabbaus geprüft.
«Das hat Wirkung gezeigt: 43 Entlassungen konnten verhindert werden», schreibt Syndicom nach Abschluss des Verfahrens.
Keine Angaben zu Einsparungen
Sunrise hatte den massiven Stellenabbau vor einem Monat angekündigt. Der Konzern will die Unternehmensstruktur vereinfachen und flachere Hierarchien schaffen. Ziel seien kürzere Entscheidungswege und die Zusammenlegung von Funktionen, die sich überschneiden.
Angaben zu den tatsächlichen Einsparungen durch den Stellenabbau macht Sunrise auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht. Analysten der UBS gingen bei der Ankündigung des Stellenabbaus von einer Einsparung von 20 Millionen Franken pro Jahr aus – berechnet anhand der damals angenommenen 190 Stellen.
Sozialplan für Betroffene
Sunrise hat in der Schweiz 2653 Mitarbeitende. Somit werden 5.5 Prozent der Belegschaft entlassen. Sie erhalten gemäss geltendem Sozialplan eine finanzielle Abfindung und werden bei der Suche nach einem neuen Job unterstützt.
Angestellte ab dem vollendeten 58. Altersjahr erhalten einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum Erreichen des 62. Altersjahres. Danach leistet Sunrise Beiträge im Hinblick auf eine vorzeitige Pensionierung.