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Oranger Riese baut ab Migros streicht rund 290 Vollzeitstellen

Legende: Video Die Migros baut Stellen ab abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.06.2018.
  • Die Migros streicht 290 Vollzeitstellen.
  • Betroffen ist der Bereich der Administration.
  • Während dreier Jahren soll die Massnahme umgesetzt sein.

Der Detailhändler Migros plant eine Reorganisation in der Verwaltung. Damit einher geht ein Stellenabbau in den nächsten drei Jahren. Davon sollen rund 290 Vollzeitstellen betroffen sein, wie das Unternehmen mitteilt.

Die freiwerdenden Mittel will der Migros Genossenschaftsbund (MGB) in Zukunftsprojekte investieren, um seine Angebote fokussiert auf die ändernden Bedürfnisse der Kunden auszurichten.

Grossteil des Abbaus durch natürliche Fluktuation

Der MGB werde seine Organisation und die internen Abläufe in den zentralen Verwaltungsbereichen vereinfachen, konkretisiert die Migros in einem Communiqué: «Leider lässt sich eine Kündigung von 70 Arbeitsstellen dennoch nicht vermeiden.» Zudem habe man seit Anfang Jahr bereits 70 Jobs durch natürliche Fluktuation abgebaut, weil Leute gegangen seien.

Überdies könne ein wesentlicher Teil des Abbaus durch frühzeitige Pensionierungen und Pensenreduktionen aufgefangen werden, schrieb die Migros weiter. Für den Fall von Kündigungen wurde zwischen dem MGB und den internen und externen Sozialpartnern gemeinsam ein Sozialplan erarbeitet. Ziel sei es, für die betroffenen Mitarbeitenden nach Möglichkeit innerhalb der Migros-Gruppe eine neue Anstellung zu finden. Überdies sehe der Sozialplan bei Bedarf weitreichende Unterstützungsleistungen vor.

Den Online-Anbietern die Stirn bieten können

Mit der Restrukturierung wolle der MGB der Verlagerung des Detailhandels von den Läden ins Internet sowie der zunehmenden Konkurrenz durch internationale Online-Anbieter die Stirn bieten, hiess es.
Im vergangenen Jahr erlitt der Detailhandelsriese trotz einem Rekordumsatz einen Gewinneinbruch um knapp ein Viertel auf 503 Millionen Franken.

Letztmals tiefer war der Reingewinn im Jahre 2003 mit 372 Millionen Franken gewesen.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von B. Schmid (swissless)
    @antigone: Die Wirtschaft verhält sich zum BGE wie der Teufel zum Weihwasser! Sollte das BGE kommen, müssten sich die Damen und Herren Chefs ein ganz neues Benehmen den Arbeitnehmern gegenüber angewöhnen. Denn sie müssten neu anständig, zuvorkommend und höflich sein, wenn sie die bestehenden Arbeitnehmer behalten und neue anstellen wollen. Mit dem BGE fällt der Druck der Arbeitenden, für jeden asozialen Patron unterbezahlt arbeiten zu müssen und jede Erniedrigung zu dulden.
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  • Kommentar von Pino Merino (atelier merino)
    500 Mio. Reingewinn. Mit 70 Sofortkündigungen hat Herr Zumbrunnen das Rad wohl neu erfunden! Mich ekelt der Konzern echt voll an. Meine Damen und Herren, 500 Mio. Reingewinn bedeutet, dass wir zuviel bezahlen! Dazu wäre ich sogar bereit, wenn die sich als Sozial selbstbezeichnende Migros denn sich auch wirklich so verhalten würde. Die Migros ist am Ende!
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  • Kommentar von Ilse König (königin)
    Das ist doch voll Gaga! Über das Jahr hindurch liest man von den "Sorgen" der MIGROS, zu viel Geld zu erwirtschaften. Statt jetzt in Schulung zu investieren und die Leute langfristig zu binden, stellt man sie auf die Strasse. Wenn die nächste Welle an Personalbedarf kommt, geht das Gejammer wieder los. Ich habe meine Gründe, warum ich den orangen Riesen seit Jahren bei meinen Einkäufen nicht mehr berücksichtigen kann.
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