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Bund gibt Pflichtlager frei
Aus Tagesschau vom 14.11.2018.
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Pflichtlager für Erdöl Bund gibt weitere Mengen frei

Der tiefe Rheinpegel bremst den Ölimport. Der Bund hat deshalb die Pflichtlager für Diesel und Benzin weiter geöffnet.

In der Schweiz kommen kaum noch Flussschiffe an. Der Pegelstand des Rheins ist seit Wochen zu tief. Das wird für die schweizerische Erdölwirtschaft zunehmend ein Problem. Denn fast 70 Prozent des Diesels und etwa 25 Prozent des Benzins wurden 2017 über den Rhein importiert.

Andere Verkehrsträger wie Bahn, Pipeline oder Strasse können die wegfallenden Importe nur beschränkt kompensieren. Um einen Engpass zu verhindern, hat der Bund bereits im Oktober die sogenannten Pflichtlager öffnen lassen. Am letzten Montag wurde eine weitere Tranche freigegeben.

160'000 Kubikmeter Diesel und 50'500 Kubikmeter Benzin freigegeben

«Seit Mitte Oktober haben wir in Abstimmung mit der Erdölbranche den temporären Bezug von 160'000 Kubikmeter Diesel und 50'500 Kubikmeter Benzin aus Pflichtlagerbeständen bis Ende November genehmigt», bestätigt Lucio Gastaldi vom Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) gegenüber SRF.

In der Schweiz sind die Erdölimporteure verpflichtet zusätzliche Lager zu halten. Beim Benzin, Diesel und Heizöl müssen die Pflichtmengen dem durchschnittlichen schweizerischen Bedarf von viereinhalb Monaten entsprechen. Bei Flugpetrol gilt ein Mindestvorrat von drei Monaten.

Kein Engpass beim Heizöl dank dem warmen Wetter

Mit den freigegebenen Mengen wird bis Ende November 13 Prozent des Diesels und 4 Prozent der Benzin-Reserve aufgebraucht sein. Obwohl auch das Heizöl Grösstenteils via Rhein in die Schweiz kommt gibt es dort keinen Engpass: Das warme Wetter dämpft die Nachfrage nach Heizöl.

Laut Gastaldi vom BWL ist die Versorgung der Schweiz gesichert: «Die wirtschaftliche Landesversorgung verfolgt die Versorgungslage weiterhin aufmerksam und kann bei Bedarf weitere Massnahmen ergreifen.»

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12 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Hmmm... sagen wir doch einfach: die Lösung liegt in weiterem Wachstum. Oder? ;-)
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Und was macht der BR wenn es nicht mehr regnet.. wenn es gleich kalt wird und Schnee faellt... wenn die Fluesse weiterhin wenig Wasser fuehren und die Stauseen weiterhin weit unter Soll sind.... Schweizer, macht Euch auf kalte Fuesse gefasst!
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      aber man kann ja auch den Kopf in den Sand stecken... oder sogar in Granit..habe ich manchmal den Eindruck.....;-)
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Nein, aber der Umbau (Umbruch/Wende) kostet viel Zeit.
  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Nieder- und Hochwasser sind ein ganz typisches Problem, welches wegen diversen (ideologischen) Gründen lieber bewirtschaftet statt gelöst wird. Es ist schlicht ein Unding, dass der Bodensee, der grösste Süsswasserspeicher Europas, als einziger grosser See der Schweiz nicht reguliert wird und so u.v.a. Problemen auch das der sehr unterschiedlichen Wasserführung des Rheins weitgehend lösen könnte.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Die Regulierung zum Schutz vor Hochwasser ist ein ganz anderes Kapitel. Ein regulierter Bodensee zum Schutz vor Niedrigwasser ist ein Unding. Direkt so kurzfristig lebenswichtig ist die Schiffahrt nun auch wieder nicht.
    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Herr Reuteler, warum soll dies ein Unding sein? Es sichert ja nicht nur die Schifffahrt, sondern erhöht z.B. auch die Chancen, dass Fische längere Trockenperiode besser überleben und mehr Wasser für Bewässerung zur Verfügung stünde. Solche gab es schon immer und wird es auch in Zukunft weiterhin geben. Jedenfalls ist es besser etwas zu machen, als immer nur zu jammern oder Millliarden für Alibübungen auszugeben, z.B. alles auf die CO2 Reduktion zu setzen. Der Effekt ist ja sehr fraglich.