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Ersatzneubau anstatt Renovation
Aus 10vor10 vom 24.10.2019.
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Prognose Immobilienmarkt Eigentumspreise steigen weiter an – Mieten sinken

  • Wohneigentümer müssen auch 2020 tiefer in die Tasche greifen.
  • Mieter profitieren im Schnitt von sinkenden Preisen.
  • Das neue Immobilien-Monitoring des Beratungsunternehmens Wüest Partner zeigt die aktuellen Entwicklungen in der Immobilienbranche auf.

Wer eine Wohnung mietet, profitiert – im Durchschnitt zumindest. So müssen jene, die bereits heute einen Mietvertrag besitzen, 2020 bis zu 2.91 Prozent weniger Mietzinsen bezahlen. Denn der Referenzzinssatz dürfte laut Wüest Partner nach unten angepasst werden.

Auf den ersten Blick gehören auch die Neumieter zu den Gewinnern: Die Mietzinsen der ausgeschriebenen Wohnungen sollen im Mittel um 0.9 Prozent zurückgehen. Jedoch dürfte es grosse Unterschiede geben. Sinken werden vor allem die Wohnungsmieten in hochpreisigen Regionen.

Auch 2020 wird es laut Wüest Partner ein Überangebot an Mietwohnungen geben. Wegen vielen Single-Haushalten und Zweitwohnungen steigt der Bestand an Leerwohnungen nur leicht. Trotzdem gibt es mehr Wohnungen als benötigt. 34'000 stehen leer, Tendenz steigend.

Eigentümer haben weiterhin das Nachsehen

Auch das Angebot an Eigentumswohnungen nimmt zu – jedoch am falschen Ort. Durch die tiefen Hypothekarzinsen wollen zwar viele ihr Geld in Eigentum investieren. Jedoch sind die meisten ausgeschriebenen Wohnungen zu abgelegen oder – die gut gelegenen – zu teuer. Dies dürfte auch in Zukunft so bleiben.

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«Es hat keinen Platz mehr»
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Weiter zuspitzen dürften sich laut Wüest Partner die Preise von Einfamilienhäusern. Bereits jetzt liegt der durchschnittliche Marktpreis für ein 5- bis 5.5-Zimmer-Einfamilienhaus bei 885'000 Franken. Ein Haushalt müsste also rund 160'000 Franken verdienen, um sich ein solches leisten zu können. Wüest Partner erwartet, dass sich Eigenheime im nächsten Jahr um 1.2 Prozent verteuern.

Ersatzneubau: Eine Medaille mit zwei Seiten

Alte Gebäude abreissen und durch moderne, grössere und höhere ersetzen. Ersatzneubauten sind ein wichtiges Instrument im Wohnungsbau, jedoch auch eine Medaille mit zwei Seiten. Sie lassen auf gleicher Fläche mehr Wohnungen entstehen und die Zersiedelung einschränken.

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«Das Gebäude wird energieeffizienter sein»
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Die allermeisten Neubauten verfügen tatsächlich über eine grössere Anzahl Wohnungen als ihre Vorgängergebäude. Doch damit verschwinden gleichzeitig günstigere Altbauwohnungen. Die neuen Objekte – an gleicher Lage und bei gleicher Wohnungsgrösse – sind in Grossstädten im Schnitt 880 Franken teurer.

Neue Wohnungsformen

In Städten ist Wohnraum knapp und teuer. Deshalb steigt vor allem dort die Akzeptanz für neue Wohnformen. Alternativen zur klassischen Form bieten etwa «Wohn-Sharing», indem Haushalte während ihrer Abwesenheit einzelne Räume oder ganze Wohnungen vermieten.

Weiter können sich Leute vermehrt das Leben in Cluster-Wohnungen vorstellen. Hier teilen sich mehrere Haushalte Koch-, Ess- oder Hobbyräume.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Meier  (M.Meier)
    wo genau sinken die Mieten und um wieviel?
    Dort wo alle wohnen wollen und müssen, wohl kaum.
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    1. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Müssen? Wieso müssen Sie teuer wohnen? Sie können jederzeit in eine günstige Wohnung ein bisschen weiter entfernt ziehen. Müssen muss niemand! Oder nur die, die zuwenig flexibel und ein wenig bequem sind! Klar man kann dann am Abend nicht noch rasch das gentrifizierte Angebot an trendigen Restaurants nutzen oder sonstige Nachtaktivitäten, aber das ist eben auch freiwillig und kein MUST!
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Ja Herr Lang, man kann ein bisschen weiter entfernt wohnen. Man kann jeden Tag zwei Primarschüler in allerherrgottfrüh parat machen und sie zwingend zum Kindsgi zwei Dörfer weiter fahren, denn am Wohnort gibt es ja keins. Kinder abgeladen, der Klimaerwärmung Tribut gezollt, kann man in die andere Richtung zur Arbeit fahren. 20 bis 50 Minuten lang. Plus Stau. Kann man schon weiter entfernt ziehen, keine Frage.
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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    'So müssen jene, die bereits heute einen Mietvertrag besitzen, 2020 bis zu 2.91 Prozent weniger Mietzinsen bezahlen', sagt Wüest Partner vor dem Hintergrund des sinkenden Referenzzinssatzes. Weit gefehlt! Denn bei vielen Mieter/-innen steht im Mietvertrag, der Vermieter habe eine Mietzinsreserve nicht ausgeschöpft. Typische Formulierung: "Daraus ergibt sich zur Zeit eine nicht ausgeschöpfte Mietzzinsreserve von monatlich Fr. xxx, deren Anpassung zu einem späteren Zeitpunkt vorbehalten bleibt".
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    1. Antwort von hans schwarz  (ks)
      Es geht hier um die Marktzinsen, sie könnten in eine günstigere Wohnung ziehen und ihr Nachfolger bezahlt evt weniger od die Wohnung bleibt leer...
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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Logisch, denn seit Jahren werden mit immer schneller laufenden Notenpressen, sprich Negativzinsen, die Banksparer bestraft und das Kreditaufnehmen belohnt. Ersteres grenzt heute schlicht an Enteignung. Kommt hinzu, dass auch der Staat die Mieter gegenüber den Wohneigentümer massiv diskriminiert. So erhalten u.v.a. letztere auf das sehr reale Einkommen "Eigenmietwert" bereits heute 30-40% Steuerrabatt und das Parlament, wo kaum Mieter sitzen, will selbst die Linke den Rabatt auf 100% ausbauen.
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    1. Antwort von Elisabeth Frehner-Isenring  (Denia)
      Wenn wir Mieter wären, sparen wir bis zu Fr. 3000.00 Steuern im Jahr, leicht auszurechnen. 24000.-- Eigenmietwert für eine günstige Wohnung und davon 30 Prozent "Steuerrabatt", gibt immer noch 18'000.-- mehr Einkommen.
      Der Eigenmietwert ist den Sparern ein Dorn im Auge. Und wenn wir gar keine spez. Unterhaltskosten in einem Jahr haben, kann es gut noch mehr Steuern bedeuten.
      Also, der Eigenmietwert ist und bleibt für die kleineren Sparer im Alter ein Problem.
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    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Nur, werte Fr Frehner, das ist eine falsche Milchbüechlirechnung. Wenn Sie kein Haus mehr besitzen und eine Wohnung für Fr. 24'000 mieten, brauchen Sie auch Fr. 24'000 mehr Einkommen, damit Sie nach Abzug der Ausgaben fürs Wohnen gleich gut leben können. Diese 24'000 Fr. müssen Sie dann aber voll versteuern und können auch keinen Hypozins und keine Unterhaltskosten mehr abziehen. Sie leben so als Mieter in den gleichen Umständen, müssen aber mehr Steuern bezahlen und Sparerträge voll versteuern
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