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Quartalszahlen vorgelegt UBS mit überraschend hohem Quartalsgewinn

  • Die UBS hat im ersten Quartal 2026 deutlich mehr verdient als erwartet.
  • Mit der CS-Integration sieht sich die Grossbank im Endspurt.
  • Die Nr. 1 auf dem Schweizer Bankenplatz verdiente in den ersten drei Monaten 2026 mit 3.04 Milliarden US-Dollar 80 Prozent mehr als im Vorjahr, wie sie mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 2.43 Milliarden gerechnet. Bereits in den paar letzten Quartalen hatte die UBS jeweils mehr verdient als von den Experten geschätzt. Vor Steuern verdiente die Grossbank mit 3.84 Milliarden ebenfalls 80 Prozent mehr. Bereinigt um Integrationskosten spricht die UBS von einem Vorsteuergewinn für die Periode von 3.99 Milliarden (+54 %).

Wirtschaftsredaktor: «ein Resultat, das sich sehen lassen kann»

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Kurzeinschätzung von Wirtschaftsredaktor Sven Zaugg:

UBS-Chef Sergio Ermotti legt für das erste Quartal ein Resultat vor, das sich sehen lassen kann: Über 3 Milliarden US-Dollar Gewinn in nur drei Monaten unterstreichen die operative Stärke der Bank. Rückenwind erhielt UBS insbesondere von der erhöhten Marktvolatilität infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Davon profitierte sie gleich doppelt – zum einen im Aktienhandel, zum anderen durch rege Portfolio-Umschichtungen vermögender Kundinnen und Kunden. An diesen Transaktionen verdiente die Bank substanziell.

Kommt hinzu: Die Neugeldzuflüsse in Höhe von 37 Milliarden US-Dollar signalisieren anhaltendes Vertrauen in die Bank und ihr Geschäftsmodell. Parallel dazu verläuft die Integration der Credit Suisse planmässig, ebenso das damit verknüpfte Kostensenkungsprogramm. Aus Sicht von Investoren ergibt sich damit eine komfortable Ausgangslage – nicht zuletzt, weil die starke Ertragskraft finanziellen Spielraum schafft, etwa für die geplanten Aktienrückkäufe im Jahr 2026.

Gleichzeitig bleibt die regulatorische Grosswetterlage angespannt. Im Zentrum steht die Debatte um strengere Eigenmittelvorschriften in der Schweiz. Nach dem bundesrätlichen Vorschlag liegt es nun am Parlament, die regulatorischen Leitplanken festzulegen und darüber zu entscheiden, wie weit die Verschärfung der Eigenmittelvorschriften tatsächlich gehen soll.

Die Erträge der Bank stiegen derweil um 13 Prozent auf 14.24 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10.33 Milliarden mehr oder weniger stabil blieb. Das für eine Bank wichtige Kosten/Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit auf bereinigter Basis deutlich auf 70.2 Prozent.

Hoher Neugeldzufluss

In ihrem Kerngeschäft – der globalen Vermögensverwaltung – zog die Bank im ersten Quartal 37 Milliarden Dollar an Nettoneugeldern an. Dennoch gingen die verwalteten Vermögen per Ende März auf 6881 Milliarden zurück, von 7005 Milliarden Ende Dezember. Das begründet die UBS mit den schwächeren Märkten und Wechselkursbewegungen.

Eigenmittelvorschriften: UBS will sich «konstruktiv» einbringen

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In der Debatte um die Verschärfung der Eigenmittelvorschriften in der Schweiz will sich die UBS weiterhin «konstruktiv einbringen und zu einer faktenbasierten Debatte beitragen», wie sie schreibt. Sie halte an ihrem diversifizierten Geschäftsmodell und ihrer globalen wie regionalen Präsenz fest. Die Schweizer Finanzministerin Karin Keller-Sutter hatte zuletzt die Grossbank heftig wegen eines aggressiven Lobbyings kritisiert.

Weiterhin betont die UBS, dass die vom Bundesrat vorgesehen Eigenkapitalvorschriften zu einem zusätzlichen harten Kernkapital (CET1) für die UBS von 22 Milliarden Dollar für das Stammhaus führen würden. Das komme zu den 15 Milliarden Dollar dazu, die die Bank infolge der Übernahme der Credit Suisse zusätzlich halten müsse. Damit belaufe sich das zusätzliche harte Kernkapital auf etwa 37 Milliarden Dollar.

Die CS-Integration schreitet derweil weiter voran. Im Berichtsquartal wurden weitere Kosteneinsparungen von rund 0,8 Milliarden erreicht. Der Stand der Einsparungen seit Beginn der Restrukturierung steht damit bei 11.5 Milliarden. Angestrebt werden bis Ende des Jahres 13.5 Milliarden weniger Kosten im Vergleich zu 2022.

UBS zufrieden mit Ergebnis

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich sehr zufrieden mit dem vergangenen Quartal: «Wir erzielten ein ausgezeichnetes Finanzergebnis und sind nach wie vor auf dem Weg, unsere finanziellen Ziele für 2026 zu erreichen.»

UBS plant Fortsetzung ihrer Aktienrückkäufe im laufenden Jahr

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Die UBS setzt ihre Aktienrückkäufe trotz der anstehenden Verschärfung der Kapitalvorschriften durch den Bundesrat fort. Bis zur Präsentation der Ergebnisse zum zweiten Quartal 2026 will sie Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurückkaufen, weitere Rückkäufe im laufenden Jahr dürften von der Debatte um die Regulierung in der Schweiz abhängen.

Im ersten Quartal hat die UBS bereits Aktienrückkäufe von 0.9 Milliarden Dollar getätigt, wie sie am Mittwoch anlässlich der Vorlage ihre Halbjahresresultats mitteilte. Zudem habe man eine Abgrenzung für die angekündigte Dividendenerhöhung «im mittleren Zehnprozentbereich» vorgenommen.

Auch im Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sie sich einigermassen zuversichtlich. Die Märkte würden sich im zweiten Quartal weiterhin «weitgehend widerstandsfähig» zeigen, heisst es dort. Darin widerspiegelten sich die Erwartungen, dass eine dauerhafte diplomatische Lösung des Konflikts im Nahen Osten erreicht werden könne.

Auch wenn die Kundenaktivität «unverändert robust» sei, blieben die Risiken aber erhöht, und die Umstände könnten sich rasch ändern, was die Kundenstimmung und -aktivität beeinträchtigen könnte.

SRF 4 News, 29.04.2026, 07:00 Uhr ; 

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