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Raiffeisen-Studie: Schweizer KMUs zeigen sich optimistisch
Aus Tagesschau vom 07.09.2022.
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Raiffeisen-Studie Schweizer KMU sehen sich für weiteres Krisenjahr gewappnet

  • Drei Viertel der befragten Unternehmen schätzen ihre eigene Wirtschaftslage als gut ein.
  • Hohe Energie- und Rohstoffpreise bereiten dennoch Sorgen.
  • Immer mehr KMUs setzen auf nachhaltige Lieferketten.

Laut einer aktuellen Studie von Raiffeisen in Zusammenarbeit mit den externen Partnern Kearney, swiss export und Bystronic AG blicken die Schweizer KMUs optimistisch auf ihre wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022. Obwohl der Ukraine-Krieg die Unternehmen weltweit auf Trab hält, rechnen 87 Prozent mit gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen für das laufende Jahr.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Schweiz beurteilen rund zwei Drittel der befragten Unternehmen als gut bis sehr gut. Auch für die Zukunft bleibt der Optimismus erhalten: 67 Prozent rechnen in den nächsten drei Jahren mit einer guten bis sehr guten Geschäftsentwicklung.

Im Vergleich zum Vorjahr sinkt jedoch die Stimmung für die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Nur noch rund die Hälfte sieht diese in der Schweiz als gut bis sehr gut. Ganze 16 Prozent bewerten die Lage als schlecht bis sehr schlecht. In Bezug auf den Krieg bereiten die steigenden Rohstoffpreise die grössten Sorgen.

Hohe Energiekosten beunruhigen

Als grösstes Konjunkturrisiko werden mit 84 Prozent die steigenden Energie- und Rohstoffpreise erachtet. Damit verbunden sind die Engpässe in den globalen Lieferketten. Diese von der Pandemie ausgelöste Problematik hat sich durch den laufenden Krieg in der Ukraine noch weiter verstärkt. Dementsprechend steht die Rohstoffverfügbarkeit an zweiter Stelle der befürchteten grössten Konjunkturrisiken. Mit 44 Prozent wird der Zugang zu Fachkräften als weiterer Problembereich angesehen.

Die Mehrheit der befragten Firmen ist von den Auswirkungen des Krieges direkt betroffen: Beklagt werden Preissteigerungen der Rohmaterialien und -komponenten, Unterbrechungen von Lieferketten und den erschwerten Zugang zu Rohstoffen und Vorprodukten.

Nachhaltigere Lieferketten

Laut der Studie haben sich durch die spürbaren Auswirkungen bereits 36 Prozent auf die Suche nach neuen oder zusätzlichen Lieferanten gemacht. Dabei erhält die Nachhaltigkeit der eigenen Lieferketten eine immer grössere Bedeutung. Grund dafür ist das zentrale Einkaufskriterium der pünktlichen Lieferung.

Dementsprechend ist der wichtigste Faktor bei der nachhaltigeren Gestaltung der Lieferketten die Liefersicherheit. Neben der Kosteneffizient sind ökologische und soziale Faktoren für die grosse Mehrheit wichtige Faktoren.

Trotz der erkannten hohen Bedeutung investiert der Schweizer Mittelstand zögerlich in nachhaltige Lieferketten. Als grösste Herausforderungen in der Umsetzung von nachhaltigeren Lieferketten werden finanzielle Mittel, die Motivation von Lieferantinnen und Lieferanten und die Auswahl von Partnerinnen und Partnern.

Für die Studie befragten die Autoren 787 Firmen, wovon 11 Prozent dem Maschinenbausektor, 14 Prozent der Dienstleistungsbranche, 6 Prozent dem Metallbau, 5 Prozent dem Elektroniksektor und die restlichen 58 Prozent anderen Branchen angehören. Knapp vier von fünf der befragten Personen gehören zur Geschäftsleitung in ihrem Unternehmen.

SRF 4 News, 07.09.2022, 10:00 Uhr;

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