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Roche-Chef verdient am meisten Schweiz ist Europameister bei Managerlöhnen

  • Die Chefs der grössten Schweizer Konzerne werden im europäischen Vergleich am besten bezahlt. An zweiter Stelle folgen britischen Unternehmen.
  • In der Schweiz ist der Boni-Anteil des Lohns sehr hoch. Das trägt zu den vergleichsweise hohen Gehältern bei.
  • Den höchsten Lohn in Europa erhielt Roche-Chef Severin Schwan. An dritter Stelle steht Sergio Ermotti.
Auch im europäischen Vergleich verdient er einen Spitzenlohn: Roche-Chef Severin Schwan.
Legende: Auch im europäischen Vergleich verdient er einen Spitzenlohn: Roche-Chef Severin Schwan. Keystone

Schweizer Konzerne zahlen ihren Chefs im europäischen Vergleich die besten Löhne. Das zeigt eine Studie des Unternehmensberaters Willis Towers Watson über die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr. Grundlage für die Studie waren die 100 grössten Unternehmen in Europa. Dazu gehören zehn Schweizer Firmen.

Spitzenreiter beim Gehalt unter allen europäischen Managern war im vergangenen Jahr Severin Schwan, Konzernchef des Pharmaunternehmens Roche in Basel. Schwan verdiente mehr als 12,8 Millionen Euro.

Briten und Schweizer zahlen am besten

Das Gehalt der Konzernlenker in der Schweiz lag im Median bei 7,8 Millionen Euro. Median oder Zentralwert bedeutet, dass eine Hälfte der berücksichtigten Manager mehr verdient und die andere Hälfte weniger.

Hinter den Konzernchefs in der Schweiz liegt Grossbritannien auf dem zweiten Rang, danach folgen die Geschäftsführer der grössten deutschen Unternehmen. In dieser Zahl sind sowohl das Festgehalt als auch die Boni-Zahlungen enthalten.

Noch im Vorjahr lag der Schweizer Median bei über 10 Millionen Euro. Die Löhne haben sich denjenigen von europäischen Unternehmen angenähert. Der verringerte Abstand ist auch mit den starken Bonuskürzungen bei Nestlé und der Credit Suisse erklärbar. Aber auch die Liste der hundert grössten europäischen Unternehmen hat sich verändert.

Schweizer Chefs haben tiefstes Grundgehalt

Nach Severin Schwan erhielt der Chef der Grossbrauerei AB Inbev mit 12,8 Millionen Euro den zweithöchsten Managerlohn in Europa. An dritter Stelle folgt Sergio Ermotti von der Grossbank UBS mit 12,5 Millionen Euro, dicht gefolgt von Joseph Jimenez, dem Chef des Pharmakonzerns Novartis bis Januar 2018.

Der Anteil des Festgehalts an der gesamten Vergütungssumme ist bei den zehn Schweizer Konzernchefs mit 25 Prozent europaweit am niedrigsten. Auch sehr niedrig ist der Festgehalt-Anteil in Grossbritannien. Dies ist laut den Studienautoren der schweizerischen und der britischen Wirtschaftskultur zuzuschreiben: es gebe zwar weniger Garantien, aber grössere Chancen auf Spitzengehälter.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Da sollten wir uns doch eher schämen. Wir sind eines der kleinsten entwickelten Länder und geben so viel Geld aus, damit unsere Manager noch mehr Risiken eingehen können. Habe mal im SRF gehört, dass ein risikobereiter Mensch entweder kriminell oder Manager werden kann, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Wir sollten uns endlich in der Welt unserer Grösse entsprechend verhalten.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Diesen Grossbezügern auf Kosten der Schweizer Büezer muss endlich der Riegel geschoben werden. Die Steuern dieser Bezüger müssen aus 50% erhöht werden . Das ist die Aufgabe der Steuervögte - SP - das ist ein Thema für die Wahlen im 2019 !
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    Wenn man sich über die grosse Ungleichheit aufregt sollte man vielleicht auch grundsätzlich über das kapitalistische Wirtschaftssystem nachdenken. Gewerkschaften u SP sind schon viel zu integriert und Profiteure u stützen das herrschende System.
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