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Am WEF haben die wenigsten Angst vor einem Hacker-Angriff.
Aus SRF Börse vom 22.01.2020.
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Saudi-Arabien unter Verdacht Hacker-Angriffe auf Jeff Bezos: UNO schaltet sich ein

  • Der Amazon-Gründer und Inhaber der Washington Post, Jeff Bezos, sagt, er sei 2018 Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.
  • Bei den Angreifern soll es sich um saudi-arabische Hacker handeln, wie diverse Zeitungen berichten. Es steht der Vorwurf im Raum, dass auch der saudische Kronprinz involviert gewesen sein soll.
  • Die Vereinten Nationen fordern nun eine Untersuchung.

In jeder Hand sieht man es: Das Smartphone. Wie manch einer soll auch Amazon-Chef Jeff Bezos massenhaft Daten auf seinem Handy haben. Diese sollen von Hackern 2018 gestohlen worden sein, wie eine anonyme Quelle gegenüber dem «Guardian» sagte.

Weiter gibt die Quelle an, das Handy sei von Saudi-Arabien aus geknackt worden sein. Die saudische Botschaft in den USA reagierte sofort und wies den Vorwurf eines Hacker-Angriffs zurück.

Ein brisanter Fall

Bei einem Hacker-Angriff aufs Handy bekommt der Benutzer meist nichts davon mit. Im Fall Bezos geht die Beratungsfirma, die den Angriff rekonstruiert hat, davon aus, dass eine Whatsapp-Nachricht den Hacker-Angriff ermöglichte. Es soll sich dabei um einen Link handeln, der von der Nummer des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an Bezos gesendet wurde.

Der Fall ist brisant: Kurz nach dem vermeintlichen Hacker-Angriff wurde Jamal Khashoggi ermordet. Er war Kolumnist bei der Washington Post und berichtete immer wieder kritisch über Saudi-Arabien. Khashoggi wurde Anfang Oktober 2018 im saudi-arabischen Generalskonsul in Istanbul ermordet.

Manager denken wenig über mögliche Angriffe nach

Der Fall Bezos sorgt auch bei den WEF-Teilnehmern für Gesprächsstoff. Auch die Wirtschaftsführer haben ihr Smartphone stets griffbereit. Wir haben nachgefragt: Haben Manager Angst vor einem Hackerangriff? Fumiya Kokubu von Marubeni Corporation in Japan gibt zu: « Ich habe keine Ahnung, ob ich jeweils gehackt wurde.»

Njiedeka Harry von der amerikanischen Youth for Technology Foundation appelliert an den gesunden Menschenverstand. Es sei wichtig, sich zu überlegen, was man am Telefon sage. «Alles was man postet oder schreibt, könnte theoretisch veröffentlicht werden. Ich sage auch meinen Kindern immer: Überlegt euch gut, was und wie ihr jemandem schreibt.»

Die Vereinten Nationen verlangen Untersuchung

Der Fall Bezos geht indess in die nächste Runde: Zwei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen fordern eine Untersuchung des Hacker-Angriffs. Die Untersuchung soll unter anderem zeigen, ob der saudische Kronprinz wirklich am Hacker-Angriff beteiligt war.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Die alten F18 sind deswegen dauernd in der Luft es wird besser werden sobald die 6.000.000.000 für neue Super-Kampfjets ausgegeben sind. Die Hacker werde Dutzendweise vom Himmel geholt. Helvetia hast noch der Piloten ja!
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