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Saudischer Investor baut um Bei Clariant bleibt kein Stein auf dem anderen

  • Beim Basler Spezialchemiekonzern Clariant kommt es zu grösseren Umwälzungen.
  • Grund dafür ist der neue Grossaktionär Sabic aus Saudi-Arabien.
  • Einige Geschäftsteile werden kombiniert, andere sollen verkauft werden.
  • Der neue Konzernchef wird vom saudischen Investor gestellt.
Legende: Video Der Chemiekonzern Clariant soll rentabler werden abspielen. Laufzeit 01:21 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 18.09.2018.

Im Januar stieg bei Clariant die Petrochemie-Firma Sabic aus Saudi-Arabien ein. Sie übernahm rund 25 Prozent des Aktienkapitals, welches zuvor anderen ausländischen Investoren gehört hatte. Zunächst war unklar, welche Pläne die staatlich kontrollierte Sabic mit Clariant verfolgt.

Nun hat der Basler Chemiekonzern bekanntgegeben, welche Folgen der Einstieg des saudischen Grossaktionärs hat. Laut Mitteilung will Clariant gewisse Geschäftsteile mit denen von Sabic kombinieren und ausbauen.

Clariant hofft auf mehr Umsatz und Gewinn

Dabei geht es um den Bereich der Hochleistungskunststoffe. Diese braucht man beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt, oder auch in der Automobilindustrie sowie für den Bau von Robotern. Im Gegenzug will Clariant andere Geschäftsteile veräussern.

Sabic könnte sich noch stärker beteiligen

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Brauens Bürogebäude.
Legende:Der Hauptsitz von Sabic ist in Riad.Reuters

Der Clariant-Grossaktionär Sabic kann seine Beteiligung am Schweizer Spezialchemiekonzern im Bedarfsfall weiter ausbauen. Das sehe eine Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen vor, erklärte Clariant auf einer Pressekonferenz.

Eine Übernahme des Schweizer Konzerns sei jedoch nicht vorgesehen. Clariant selbst schloss weitere Zukäufe in einigen Jahren nicht aus.

Sabic hatte im Januar einen 25-Prozent-Anteil an Clariant von aktivistischen US-Investoren übernommen, gelangte aber erst im September in den Besitz der Aktien, nachdem die Regulierer grünes Licht für die Transaktion gegeben hatten.

Clariant verspricht sich vom Umbau mehr Umsatz: 9 Milliarden Franken pro Jahr – 2017 waren es rund 6,5 Milliarden. Auch der Gewinn soll gesteigert werden. Das Baselbieter Unternehmen stellt in der Mitteilung aber klar, dass es die Mehrheit an der neuen Geschäftskombination halten werde.

Weiter wurde bekannt, dass Hariolf Kottmann als Konzernchef zurücktritt. Er wird neu Verwaltungsratspräsident. Der künftige Chef der Gruppe werde von Sabic gestellt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter (KallePalle)
    Im petrochemischen Bereich entsteht ein Riese nach dem Motto: von der ÖLQUELLE bis zum fertigen Kunststoff: alles aus einer Hand. Diese Entwicklung war voraus zu sehen und überrascht nicht. Wie sich das auf die Märkte auswirken wird bleibt abzuwarten. Für unsere Industrie eine Riesenchance tüchtig mit zu spielen.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die Oelscheichen verlangen und bekommen mindestens 10 Prozent Rendite auf ihrem Kapital, ob sie nun Aktien oder am Arc Lemanique Liegenschaften kaufen und von Auslaendern oder "Schweizern" bewirtschaften lassen. Die Chinesen kommen auf Samtpfoten bis sie das Nauhau abgezuegelt haben. Dann besetzen sie alle Kader- und Hetzbuettelstellen und beschaeftigen Einheimische nur noch als Privatpolizisten, Hausierer, Boetler und Allzweckmaegde....
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