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Schutz des Klimas Die Munich Re verabschiedet sich vom Klimakiller Kohle

Der grösste Rückversicherer der Welt investiert nicht mehr in Kohle-Unternehmen. Die Swiss Re ist einen Schritt weiter.

Legende: Audio Die Munich Re steigt aus der Kohle aus abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
01:26 min, aus HeuteMorgen vom 06.08.2018.

Die Munich Re will künftig nicht mehr in Aktien und Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent des Umsatzes mit Kohle machen. Das schreibt Christian Wenning, der Chef des grössten Rückversicherers der Welt, in einem Gastbeitrag in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Gleichzeitig sollen auch keine neuen Kohlekraftwerke oder Kohleminen mehr versichert werden.

Die Munich Re knüpft die eigene Klimastrategie an das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens.
Autor: Joachim WenningChef Munich Re

Diesen Schritt begründet Wenning mit der Erkenntnis, dass Kohle für den grössten Teil der klimaschädlichen CO2-Emmissionen verantwortlich sei. Er wolle seine Strategie an die Ziele des Pariser Klimaabkommens knüpfen.

Teure und einschneidende Folgen

Denn eine Erderwärmung um über zwei Grad könne teure und für die Menschen einschneidende Folgen haben. Und für diese müssten Versicherungskonzerne oder eben deren Rückversicherer wie die Munich Re aufkommen.

Der Rückversicherer Swiss Re – auch er unter den Top drei der Branche – ist da schon einen Schritt weiter: Bereits vor einem Monat hat der Konzern bekannt gegeben, dass er eine 30-Prozent-Limite für Kohle bei seinen Versicherungen einführt.

Auch etwas für Direktversicherer

Der Rückzug aus dem Kohlegeschäft ist nicht nur Thema bei den Rückversicherern. Auch grosse Direktversicherer wie die Zurich, die Allianz oder die Axa haben ähnliche Ausstiegspläne in Aussicht gestellt.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Es ist sicher positiv, anzustreben, wertvolle Rohstoffe wie Oel, Kohle und Holz weniger zu verbrennen. Es ist aber naiv und arrogant zu glauben, dass wir damit die seit Jahrhunderten andauernde Klimaerwärmung stoppen könnten. Statt solchen Alibiaktionen, sollten wir uns eher auf Massnahmen konzentrieren, die helfen, mit dem sich ändernden Klima umzugehen, z.B. mehr Stauseen und Bewässerungsanlagen bauen. Warum nutzen wir z.B. nicht den Bodensee, um den Rhein gleichermässiger fliessen zu lassen?
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  • Kommentar von M. Jaeger (jegerlein)
    Das Problem ist, dass CO2 keines ist. "Klimakiller" was für eine Dramaturgie...
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Was für ein Untertitel: "Die Swiss Re ist einen Schritt weiter." Da erfüllt sich das Schweizer Herz doch gleich mit Stolz! Die Entäuschung kommt beim Weiterlesen: Die Swiss Re tat genau den Schritt, den die Munich Re jetzt verkündet, schon vor einem Monat... Ehrlich: ich würde mir von einem Schweizer Unternehmen eine ECHTE Vorreiterrolle wünschen. Immerhin ist der Effekt des menschengemachten Klimawandes schon seit rund einem halben Jahrhundert bekannt - wo war die Swiss Re damals?
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    1. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Können Sie mir dann erklären, weshalb der weltweite Temperaturanstieg zwischen 1910 bis 1935 so gross war, wie es innerhalb von 25 Jahren seither nie mehr der Fall war (siehe Grafik im Gletscher Museum von Gletsch)?
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    2. Antwort von Urs Dupont (udupont)
      Ja, werter Herr Blatter, und eine echte Vorreiterrolle wäre es, endlich anzuerkennen, dass wir Menschen nicht in der Lage sein werden, die seit Jahrhunderten andauernde Klimaerwärmung zu stoppen und dass diese momentan auch nicht mehr ganz so dramatisch ist, wie z.B. 1910 - 1935. Statt Hysterie und Alibiübungen, wären Massnahmen gefordert, wie wir damit besser umgehenkönnen. Beispiele: Mehr Stauseen, Bodensee regulieren, Zuwanderung / Bevölkerungsexplosion bzw. Zubetonierung drosseln, etc..
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