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Sinkender Fleischkonsum Schwein ist out, die Detailhändler reagieren

Konsumenten essen in der Schweiz immer weniger Schweinefleisch. Migros und Coop passen deshalb ihr Angebot an.

Legende: Audio Detailhändler reduzieren Schweinefleisch-Angebot abspielen. Laufzeit 5:06 Minuten.
5:06 min, aus Espresso vom 26.07.2018.

«So eine Sauerei», titelte die «BauernZeitung» jüngst in grossen Lettern.
13 Prozent weniger Schweinefleisch soll Coop künftig seinen Bauern abkaufen. Betroffen sind ausgerechnet jene, die Schweinefleisch für das besonders tierfreundliche Label «Naturafarm» produzieren. Das sorgt für rote Köpfe.

Eine grosse Enttäuschung

«Diese Entscheidung ist ein grosser Schlag», sagt etwa Schweinezüchter Lukas Schulthess. Er ist Präsident der Interessengemeinschaft «Coop Label Porc». Es sei frustrierend, wenn man sich für eine gerechte Tierhaltung einsetze und dann erfahre, dass nicht genügend Fleisch verkauft werde. «Der Konsument lobt zwar das Tierwohl – doch im Laden spielt offenbar das Portemonnaie die entscheidende Rolle.»

Migros und Coop hüllen sich in Schweigen

Coop winkt ab: 64 Prozent des Schweinefleischs sei «Naturafarm». Dennoch müsse diese Reduktion vorgenommen werden, da die Nachfrage nach Schweinefleisch in der Schweiz sinke. Das betreffe auch das Label-Fleisch. Genaue Zahlen will Coop nicht bestätigen.

Auch die Migros wird künftig weniger Schweinefleisch bei ihren Bauern einkaufen: Rund 1,5 Prozent. Die Bauern werden, so heisst es auf Nachfrage, ihre Produktionsmengen reduzieren müssen. Genaue Pläne werden nicht kommentiert.

Schlechtes Image

Die Schweizerinnen und Schweizer konsumieren generell weniger Fleisch als
noch vor einigen Jahren. Dabei gehört das Schwein noch immer zu den Favoriten auf unseren Tellern: Rund 22 Kilogramm Schweinefleisch hat eine Person in der Schweiz im letzten Jahr gegessen. 2007 waren es allerdings rund drei Kilogramm mehr.

Dies zeigen die Zahlen von Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft. Deren Direktor Heinrich Bucher erklärt den sinkenden Schweinefleischkonsum mit seinem schlechten Image: «Schweinefleisch gilt als fettig und ungesund, dabei hat es nicht mehr schädliche Inhaltsstoffe als anderes Fleisch.»

Eine andere Erklärung ist für Bucher, dass immer mehr Menschen aus religiösen Gründen auf Schweinefleisch verzichten.

Es gibt auch Gewinner

Offenbar verkaufen allerdings nur die grössten Detailhändler Coop und Migros weniger Schweinefleisch, nicht aber Denner, Aldi oder Lidl. Bei letzterem heisst es sogar, der Umsatz beim Schweinefleisch sei gewachsen. Deshalb plant Lidl, mehr Tiere für sein eigenes Label «Terra Natura» zu züchten und die Zusammenarbeit mit den Bauern zu verstärken. Wenigstens für sie wäre dies eine erfreuliche Nachricht.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
    Herr Alex Volkart, was beseelt ist, ist kommunikativ. Das Tier ist und bleibt kein Lebensmittel. Die Mittel zum Leben kommen primär aus dem Pflanzenreich und es ist soK; das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen; denken Sie etwas weiter... Wir hätten um einiges weniger Umweltprobleme, wenn die Tiermast und somit die Massentierhaltung aufhört. Die Wissenschaft hat nicht das Wissen; sondern sie sucht nach dem Wissen... wie es wir auch tun können, wenn wir wollen und offen sind....
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Ich hab nie gesagt dass ein Tier ein Lebensmittel ist. Was aus dem Tier gemacht wird dient als Lebensmittel. Die Mittel zum Leben kommen nicht primär aus dem Pflanzen, aber sicher teilweise. Sagen sie ihre Sichtweise mal einem Wolf oder einer Hyäne. Fleisch ist kein Privileg der Reichen, das war vielleicht vor 60 Jahren mal so. Tiermast ist sicher ein Übel, aber sicher nicht zu vergleichen z.B. der Gewinn von Benzin oder Gas, Abfall in Gewässern.
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    2. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Lauener: Was sagen sie zu den Treibhäusern oder zu den immer grösseren Feldern (Äcker, Getreidefeldern, usw..), sind diese etwa umweltverträglicher? Egal was man isst, dafür müssen Lebewesen sterben. Also gibt es keinen Unterschied zwischen Menschen die Fleisch oder Pflanzen essen. Auch wenn das gewisse Menschen gerne anders sehen würden.
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  • Kommentar von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
    Herrn von Alex Volkart (Lex18); da haben Sie insofern recht, dass alles beseelt ist. Alle Naturreiche; das Menschen-, Tier-, Pflanzen-, Mineralreich. Ohne lebendig-beseelte Nahrungsmittel kann der Mensch nicht leben; tote Nahrung bringt nichts. Doch das Tier ist kein Lebensmittel, sondern ein Genussmittel. Studieren Sie Peace-Food und es gehen Ihnen die Augen auf. Zudem: Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen, nach-denken ist gefragt!
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      Fleisch ist kein Genussmittel, genau so wenig wie andere Lebensmittel. Es kommt auf die Vorlieben eines Kunden an. Wenn er eine bestimmte Nahrung bevorzugt wird dies zum Genussmittel, dies kann Alles sein. Essen Vegetarier oder Veganer die Pflanzen bevorzugen auch nicht die Nahrungsmittel Anderer weg? Fleisch ist kein Privileg der Reichen. Ich bin kein Reicher und esse trotzdem manchmal Fleisch. Dass Tier, oder bessergesagt was aus Ihm gemacht wird, ist ein Lebensmittel.
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    2. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Lauener: Ich bin übrigens kein von sondern lebe knapp um das Egsistenzminimum. Schön das sie zugestehen dass auch Pflanzen eine Seele haben. Ich schrieb aber ganz klar das auch Pflanzen empfindungsfähig sind und zu Kommunikation fähig sind, dies geht weit über eine Beseeltheit hinaus. Die sollte auch Veganer oder Vegetarier zu denken geben die Fleischesser als Mörder, wenn nicht gar Massenmörder beschimpfen.
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Ich kaufe Fleisch beim örtlichen Metzger oder achte bei grösseren Läden auf Marken wie z.B. Bio oder Bessere Haltung. Wenn schon ein Lebewesen für meine Nahrung sein Leben lassen musste soll es wenigstens möglichst gut gelebt haben. Gleiches mache ich auch bei anderen Lebensmitteln wie Gemüse oder Früchten. Denn laut aktueller Forschung sind auch Pflanzen empfindungsfähig und können unter einander kommunizieren. Man isst also ein Lebewesen, egal ob es mahl ein Tier oder eine Pflanze war.
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